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© Moritz Steegmaier / Erzbistum Paderborn
© Moritz Steegmaier / Erzbistum Paderborn

Auf der Suche nach Frieden

Pfadfinderinnen und Pfadfinder bringen das Friedenslicht aus Linz ins Erzbistum Paderborn

John Lennons Song „Give peace a chance“ hallt durch den Mariendom in Linz. Dem Frieden eine Chance geben – das ist das Ziel der internationalen Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Sie sind in Linz zusammengekommen, um das Friedenslicht in die Welt zu tragen.

In jedem Jahr wird das Friedenslicht in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet, von dort nach Österreich gebracht und während eines Gottesdienstes an Pfadfinder und Pfadfinderinnen aus rund 30 verschiedenen Ländern verteilt.

Auf der Suche nach Frieden – mehr denn je

Seit 30 Jahren erreicht das Friedenslicht auch die Gläubigen in Deutschland.

Tim Ölker vom Diözesanverband der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg im Erzbistum Paderborn erklärt: „Gerade dass das Friedenslicht aus Bethlehem kommt, wo aktuell der neue Krieg ausgebrochen ist, und weil es auch den Ukrainekrieg gibt, ist es – glaube ich – ein gutes Zeichen, die Gemeinschaft in Europa zu stärken, und die Gemeinschaft bis nach Amerika und Kanada zu bringen, wo das Friedenslicht auch hinkommt.“

Im Jahr 2023 steht die Friedenslicht-Aktion unter dem Motto „Auf der Suche nach Frieden“. Der aktuell besonders starke Wunsch nach Frieden hat auch die Stimmung im Gottesdienst geprägt. Johanna Schilling, die das Friedenslicht ins Erzbistum Paderborn holt, hat ein Moment dort ganz besonders berührt: „Als die ukrainische Pfadfinderin ihre Fürbitte gesprochen hat und mit Tränen in den Augen erzählt hat, wie wichtig besonders in dieser Zeit der Frieden ist, und dann von allen einen großen herzlichen Applaus bekommen hat – als Zeichen, dass alle hinter ihr stehen. Ich hatte selber in dem Moment so ein bisschen Tränen in den Augen, und ich glaube, so ging es einfach vielen um mich herum. Das war irgendwie ein sehr spiritueller Moment.“

Eine Premiere der besonderen Art

Da für jedes Land nur eine begrenzte Anzahl an Pfadfindern und Pfadfinderinnen das Licht entgegennehmen kann, hat im Voraus das Los entschieden, wer mit nach Linz fahren wird. Viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben zwar schon Aussendungsgottesdienste innerhalb ihres Bistums erlebt, jedoch noch nie das Friedenslicht direkt aus Österreich abgeholt. Auch für Fabian Neuhaus ist es eine Premiere: „Für mich war das Friedenslicht immer schon etwas Besonderes. Schon seit meiner Kindheit habe ich das Friedenslicht immer bei uns abgeholt und für mich war das eine sehr besondere Situation, das auch mal bei der Aussendungsfeier zu erleben. Ich habe den Moment in der Kirche sehr genossen.“

Pfadfinderisches Gemeinschaftsgefühl

Doch auch wenn die Fahrt nach Linz mit vielen tollen Momenten und neuen Bekanntschaften verbunden ist, geht damit auch große Verantwortung einher. Das Licht darf während der Heimreise nicht erlöschen. Außerdem steigen die Pfadfinder und Pfadfinderinnen an jedem deutschen Bahnhof entlang der Reiseroute kurz aus, um das Friedenslicht auch dort weiterzugeben. Schließlich soll das Licht als weltweites Zeichen für Frieden möglichst viele Menschen erreichen. Denise Herweg ist davon überzeugt, dass Pfadfinderinnen und Pfadfinder genau die Richtigen für diese Aufgabe sind, „weil wir dafür stehen, Frieden in die Welt zu tragen, generell ein Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln und für einander einzustehen.“ Während der langen und anstrengenden Rückfahrt haben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder perfekt als Team funktioniert – und das, obwohl sie einander zum größten Teil gerade erst kennengelernt hatten. Für Johanna Schilling ist genau dieser Zusammenhalt der Schlüssel: „Besonders als Pfadfinderin ist Gemeinschaft für mich das, was mich auch mit meinem Glauben verbindet, und Friedenslicht ist Gemeinschaft.“

Ein Friedenslicht für alle -Einladung zum Aussendungsgottesdienst in Dortmund

In diesem Jahr wurde das Friedenslicht früher aus Österreich abgeholt als gewohnt. Die Aussendung im Erzbistum Paderborn wird aber – wie bisher – am 3. Advent gefeiert. Wenn auch Sie sich ein Friedenslicht abholen möchten, dann sind Sie herzlich zum Aussendungsgottesdienst am 17. Dezember 2023, um 15 Uhr, in der St. Joseph-Kirche in Dortmund (Münsterstraße 54) eingeladen.

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