Schulleiter Markus Ratajski sowie Lehrer und Diakon Sebastian Springob vom St.-Ursula-Gymnasium im sauerländischen Attendorn sind Teil eines Schulpastoral-Teams, das sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Disziplinen zusammensetzt. „In der Corona-Zeit versuchen wir, eine besondere Sensibilität für die familiäre Situation unserer Schüler über die Klassenleitungen aufzubauen. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Schulpastoral und Leitung erfahre ich da sehr schnell, wenn irgendwo der Schuh drückt“, sagt Schulleiter Ratajski.
Emotionale Diakonenweihe am letzten Schultag
Für Sebastian Springob, der als Lehrer die Fächer Deutsch und Religion unterrichtet und 2015 offiziell zum Schulseelsorger ernannt wurde, hatte der Beginn des Shutdowns eine sehr persönliche Note: Am 13. März 2020 wurde er in Attendorn zum Diakon geweiht. Die Schülerinnen und Schüler hatten den Gottesdienst mit vorbereitet, konnten aber aufgrund der Corona-Regeln in der Weiheliturgie dann nicht mitwirken. „Trotzdem waren viele Schülerinnen und Schüler als ‚Privatpersonen‘ in der Kirche. Es flossen Tränen, weil den jungen Leuten bewusst war, dass sie eben an dem Tag ihren letzten Schultag hatten“, erinnert sich Sebastian Springob. Kurz vor Beginn der Abiturprüfungen konnte Diakon Springob im Rahmen der „Attendorner Impulse“, einem Angebot des Pastoralverbunds Attendorn, ein kurzes Video für die Prüflinge aufnehmen.