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© PV Wendener Land
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„Anders-Orte“ schenken Heimat

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz beim Patronatsfest auf der Dörnschlade im Pastoralverbund Wendener Land

Am Sonntag beging der Pastoralverbund Wendener Land mit dem Patronatsfest der Dörnschlade zu Mariä Heimsuchung den geistlichen Höhepunkt des Heiligen Jahres 2025 – mit einem Ehren-Gast aus Paderborn: 750 Gläubige aus dem Wendener Land und darüber hinaus kamen, um mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ein festliches Pontifikalamt vor der Wallfahrtskapelle zu feiern.

Ein vielbeachteter Ehrenbogen begrüßte den Paderborner Erzbischof am Eingang der Dörnschlade. Nach dem persönlichen Gebet vor dem Gnadenbild wurde Erzbischof Dr. Bentz feierlich von den Vereinen mit ihren Fahnenabordnungen, dem Ehrengeleit der Schützen, den Messdienern aus allen Gemeinden des Pastoralverbundes und dem Pastoralteam unter den Klängen des Musikvereins „Lyra Altenhof“, der neben dem Männergesangverein „Sangeslust Hünsborn“ auch die Messfeier mitgestaltete, zur Kapelle geleitet. Dort begrüßten den Gast aus Paderborn Pfarrer Christian Elbracht und Bürgermeister Bernd Clemens, bevor die diesjährigen Kommunionkinder den Gruß der jungen Generation in Gedichtform vortrugen. Den Blumenstrauß, den die Kinder überreichten, schenkte der Erzbischof der Gottesmutter weiter.

Glaube braucht feste Orte

In seiner Predigt ging Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz auf das Leitwort des Heiligen Jahres – „Pilger der Hoffnung“ – ein, das auch in einem imposanten Blumenteppich vor der Kapelle gelegt worden war.  Ausgehend vom Ursprung der Wallfahrt zur Dörnschlade, dem Auffinden des Gnadenbildes im Dorngestrüpp, stellte der Paderborner Erzbischof fest, dass es zum Glauben feste Orte und auch eine Gemeinschaft brauche – so, wie es sich auch im Festgeheimnis „Mariä Heimsuchung“ in der Begegnung Marias mit ihrer Cousine Elisabeth widerspiegle.  Erfahrung und auch Studien würden belegen, so Erzbischof Dr. Bentz, dass Glaube und religiöses Leben ohne diese zweifache Beheimatung mit der Zeit abnehmen.

Wallfahrtsorte als „Anders-Orte“ gäben diese Beheimatung in besonderer Weise. Dann lenkte der Paderborner Erzbischof den geistlichen Blick der Gläubigen auf das „Dornengestrüpp“, in dem das Gnadenbild der Dörnschlade gefunden worden war. Dies zeige: Gott ist da auch im Alltag, im Gewöhnlichen, im „Unterholz“ des Lebens – und gerade auch in den Verletzungen und Wunden, die durch „Dornen, des Lebens“ verursacht werden.  „Er ist da, wo man ihn nicht vermutet. Von dieser Präsenz Gottes dürfen wir uns immer wieder überraschen lassen. Davon dürfen wir auch Zeugnis geben, denn Kirche ist eine ‚Erzählgemeinschaft der Hoffnung und Feiergemeinschaft des Glaubens‘“, so Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zusammenfassend.

Der Muttergottes anvertraut

Vor dem bischöflichen Segen weihte der Paderborner Erzbischof das Wendener Land der Gottesmutter, das heißt, er vertraute es ihrem Schutz und ihrer mütterlichen Fürsprache in besonderer Weise an. Diese Weihe soll dazu beitragen, dass die Gläubigen wie Maria als Pilger der Hoffnung ihren Weg in Glauben und Liebe gehen. Das Patronatsfest hat dazu alle Anwesenden ermutigt. Pater Norbert Cuypers, der als Einsiedler auf der Dörnschlade in Wenden lebt, dankte dem Erzbischof für seine stärkende Predigt. Ebenso dankte er allen, die auf so vielfältige Wiese zum Gelingen dieses Festtages beigetragen haben.

Zur leiblichen Stärkung in seinem verantwortungsvollen Dienst überreichte die Vorsitzende des Gesamtpfarrgemeinderates, Ulrike Wieczorek, Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz einen Präsentkorb mit Wendschen Spezialitäten. Die Kinder aus den Gemeinden, die an der parallel zum Hochamt organisierten Kinderkirche teilgenommen hatten, erfreuten den Paderborner Erzbischof und alle Anwesenden abschließend mit einem Lied, in das alle einstimmten. Gut gelaunt gesellte sich der Paderborner Erzbischof zu den Gläubigen beim sich anschließenden Imbiss, bevor ihn weitere Verpflichtungen am Nachmittag wieder in die Domstadt an der Pader aufbrechen ließen.

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