Laden...

logocontainer-upper
logocontainer-lower
© Photo Kozyr / Shutterstock.com
© Photo Kozyr / Shutterstock.com

An der Feier der Kar- und Ostertage teilhaben

Streaming aus Paderborner Dom ermöglicht Mitfeier des österlichen Triduums mit Erzbischof Becker

Durch die Corona-Pandemie können derzeit bis zum 19. April keine Gottesdienste unter Beteiligung von Gläubigen gefeiert werden. Um in dieser Situation die Menschen nicht alleine zu lassen, gibt es im Hohen Dom zu Paderborn und in Kirchengemeinden vor Ort vielfältige Möglichkeiten, damit Menschen auch an nicht-öffentlichen Gottesdiensten teilhaben können: Die für Christen wesentlichen Gottesdienste von Gründonnerstag bis Ostern wird Erzbischof Hans-Josef Becker im Hohen Dom feiern. Gläubige können via Live-Stream an diesen nicht-öffentlichen Gottesdiensten teilhaben, um dem Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu zu gedenken.

Erzbischof Becker wird die Chrisam-Messe am Montag der Karwoche, die Hauptfeiern des österlichen Triduums (Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht) sowie das Osterhochamt für das Erzbistum feiern. Gläubige können diese zentralen Gottesdienste durch die Live-Übertragung im Internet mitfeiern. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

„Wir sind dankbar, dass wir in dieser Zeit der Corona-Krise und der damit verbundenen massiven Einschränkungen, diese Möglichkeit der Teilhabe schaffen können“, sagt Generalvikar Alfons Hardt. „Wir laden alle Gläubigen ein, durch die Übertragung der zentralen Gottesdienste aus dem Paderborner Dom gemeinsam mit Erzbischof Becker das österliche Triduum zu begehen.“

Erzbischof Hans-Josef Becker wird die Chrisam-Messe am Montag der Karwoche, die Hauptfeiern des österlichen Triduums (Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht) sowie das Osterhochamt unter Berücksichtigung der staatlichen Auflagen im Hohen Dom für das Erzbistum feiern. Lediglich das Metropolitankapitel wird bei diesen Gottesdiensten des Paderborner Oberhirten anwesend sein, Gläubige können diese zentralen Gottesdienste durch die Live-Übertragung im Internet mitfeiern.

Chrisam-Messe mit Weihe der heiligen Öle

Am Montag der Karwoche (6. April 2020) feiert Erzbischof Hans-Josef Becker um 16.30 Uhr im Paderborner Dom die Chrisam-Messe. In diesem Gottesdienst werden vom Paderborner Erzbischof die heiligen Öle geweiht, die im Verlauf eines Jahres für die Sakramentenspendung verwendet werden. Zugleich erneuern die Priester des Erzbistums ihre Bereitschaftserklärung zum priesterlichen Dienst. Das Domkapitel nimmt an diesem Gottesdienst – unter Beachtung der notwendigen Sicherheitsvorschriften – teil, er wird via Livestream übertragen und kann so von allen mitgefeiert werden.

Österliches Triduum im Hohen Dom

Am Abend des Gründonnerstages (9. April 2020) wird Erzbischof Hans-Josef Becker die Heilige Messe um 20 Uhr in der Krypta des Hohen Domes (nicht-öffentlich) feiern. In diesem Gottesdienst gedenken Christen des letzten Abendmahles Jesu mit den zwölf Aposteln am Vorabend seiner Kreuzigung. Mit der Feier vom Letzten Abendmahl beginnt am Abend des Gründonnerstags das so genannte Triduum Sacrum, die Feier der drei österlichen Tage (Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag). Als Gedächtnistag des letzten Abendmahls und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus selbst hat der Gründonnerstag einen hohen Rang in der Liturgie. Dieser Gottesdienst aus der Krypta des Hohen Domes wird live übertragen.

Zwischen dem „Letzten Abendmahl“ und dem „Tod Jesu am Kreuz“ liegt das Geschehen im Garten Gethsemane: Jesus im tiefen Gebet, während seine Jünger schlafen. Fenster-Detail im Ostchor des Paderborner Domes von Walter Klocke. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Erzbischof Hans-Josef Becker wird am Karfreitag (10. April 2020) um 15 Uhr in der Dom-Krypta die traditionelle Karfreitagsliturgie feiern. An der Feier nimmt ausschließlich das Metropolitankapitel teil, der gesamte Gottesdienst wird live übertragen. Christen gedenken am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu Christi am Kreuz. Der Wortgottesdienst mit den biblischen Lesungen ist ein zentrales Element der Feier vom Leiden und Sterben Jesu, dessen Höhepunkt die Verkündigung der Passion Jesu nach dem Evangelisten Johannes (Joh 18,1–19,42) ist. Darauf folgen eine Predigt und die sogenannten Großen Fürbitten, in denen die Anliegen der Kirche, der Welt und der Notleidenden, in einer eigenen Fürbitte die Anliegen der Menschen in der derzeitigen Corona-Pandemie vor Gott getragen werden. Die Kreuzverehrung schließt sich an: Ein verhülltes Kruzifix wird erhoben gezeigt und von allen verehrt. Den Abschluss bilden eine Kommunionfeier mit am Gründonnerstag geweihten Hostien und der Segen. Das in dieser Feier verehrte Kreuz wird anschließend im Altarraum aufgestellt, so dass es dort außerhalb der Gottesdienstzeiten von Besuchern des Gotteshauses ebenfalls gesehen werden kann. Gläubige können dann dort auch beten.

Am Abend des Karsamstags (11. April 2020) feiert Erzbischof Becker gemeinsam mit dem Metropolitankapitel um 21 Uhr die Osternacht – nicht-öffentlich in der Krypta des Domes. Auch an diesem Gottesdienst können Gläubige über das Internet teilhaben. Die Osternacht ist im Kirchenjahr die „Nacht der Nächte“, eine Nacht des Gedenkens an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit an den Durchgang vom Tod ins Leben. Die Feier der Osternacht ist unterteilt in verschiedene Elemente: der Einzug mit der Osterkerze, dann wird das Licht der Osterkerze an die Gläubigen verteilt, es folgt das feierlich gesungene Osterlob. Danach werden verschiedene Lesungen aus der Heiligen Schrift vorgetragen, beim Gloria ertönen wieder alle Glocken, die seit dem Gründonnerstag geschwiegen haben, die Orgel erklingt wieder und die Altarkerzen werden entzündet. Auf das Tagesgebet folgt eine Lesung aus dem Neuen Testament, danach erklingt das Halleluja und das Osterevangelium wird verkündet. Es schließt sich eine Erneuerung der Taufversprechen an, dann werden Fürbitten gesprochen und anschließend die Eucharistie gefeiert.

„Jesus ist der Christus, er wurde durch Gott von den Toten auferweckt, er ist auferstanden.“ Schlussstein im Gewölbe des Paderborner Domes. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Am Ostersonntag (12. April 2020) erklingt um 9.30 Uhr das Osterfestgeläute des Hohen Domes mit allen Glocken und verkündet so die Osterbotschaft. Den österlichen Festgottesdienst feiert Erzbischof Becker um 10 Uhr gemeinsam mit dem Metropolitankapitel ohne Beteiligung einer Gemeinde in der Krypta. Gläubige können auch diesen Gottesdienst via Live-Stream im Internet mitfeiern.

Im Hinblick auf die Corona-Krise und die damit verbundene Einschränkung des religiös-geistlichen Lebens der Gläubigen hat die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramenten-Ordnung im Vatikan eine besondere Ausnahmeregelung getroffen: In der Kathedrale und in Pfarrkirchen ist es ausnahmsweise gestattet, das österliche Triduum nicht-öffentlich zu feiern. Dabei sind die Vorgaben des staatlichen Rechts und die Hygienevorschriften in vollem Umfang einzuhalten. Weiterhin ist die Teilnahme von Gläubigen an Gottesdiensten nicht erlaubt. Die Gemeinden informieren selbst, wie sie das österliche Triduum begehen werden.

Anregungen des Erzbistums für Teilhabe der Gläubigen

Für alle Gottesdienste, nicht nur für die des österlichen Triduums, ist zu gewährleisten, dass der Zutritt von Gläubigen zum Kirchenraum ausgeschlossen ist, denn die gottesdienstlichen Feiern dürfen nur nicht-öffentlich begangen werden. Generalvikar Hardt bittet in dieser schwierigen Zeit, sich unbedingt an die staatlichen Auflagen zu halten. Dennoch ist es dem Erzbistum Paderborn ein wesentliches Anliegen, dass auch die Gläubigen an den gottesdienstlichen Feiern Anteil haben können, über die Mitfeier per Live-Stream hinaus.

Beim Einzug Jesu in Jerusalem legten Menschen ihre Kleider und grüne Zweige auf den Boden. Daran erinnern die an „Palmsonntag“ gesegneten grünen Zweige. Christusfenster im Langhaus des Paderborner Domes von Nikolaus Bette. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Feste Tradition bei der Palmsonntagsliturgie in den Kirchengemeinden des Erzbistums ist es, dass am Ende des Gottesdienstes die Gemeindemitglieder gesegnete grüne Zweige mit nach Hause nehmen können. Hier empfiehlt das Erzbistum, dass in einer nicht-öffentlichen Andacht Zweige vom Priester gesegnet werden und dann in einem Korb im Kirchenraum ausgelegt werden. Da die Kirchengebäude außerhalb der Gottesdienstzeiten weiterhin als Orte des privaten Gebetes geöffnet sind, haben Gläubige die Möglichkeit, einen gesegneten Zweig mit nach Hause zu nehmen oder möglicherweise sogar einem anderen Menschen mitzubringen.

Osterkerze wird brennen

Auch die Karfreitags-Liturgie darf nur ohne Beteiligung einer Gemeinde vom Priester gefeiert werden. Aber da die Kirchen zum persönlichen Gebet geöffnet sind, kann gegebenenfalls das Kreuz, das üblicherweise am Karfreitag zur Kreuzverehrung genutzt wird, zum privaten Gebet im Kirchenraum aufgestellt werden.

An Ostern soll die Osterkerze in den geöffneten Kirchen brennen. Hier gibt das Erzbistum die Anregung an die Kirchengemeinden, dass gesegnete Haus-Osterkerzen in den Kirchen zur Mitnahme durch die Gläubigen bereitgestellt werden. Auch geweihtes Wasser kann im Kirchenraum zur Mitnahme bereitgestellt werden, wobei darauf zu achten ist, dass das Weihwasser in einem geschlossenen Gefäß aufbewahrt wird.

Weitere Einträge

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Pressemeldung Neuer Bundesseelsorger der Malteser

Der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ist neuer Bundesseelsorger der Malteser. Er übernimmt das Amt von Bischof Heinrich Timmerevers, der seit Anfang September emeritiert ist.
© Heike Probst ThF-Paderborn

Pressemeldung Ehrendoktorwürde für Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa

Brückenbauerin zwischen Glauben, Wissenschaft und Wohlfahrt
© Katholikentag

Pressemeldung „Ich bin da“

Leitwort für den 105. Deutschen Katholikentag 2028 in Paderborn beschlossen
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0