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Blick auf die Altstadt von Jerusalem bei Sonnenuntergang. Israel © ventdusud / Shutterstock.com
Jerusalem - die Hauptstadt Israels
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Am 10. Juli: Vortrag zur Lage der Christen im Heiligen Land von Abt Nikodemus Schnabel

Was bedeutet Christ sein im Heiligen Land heute? Abt Nikodemus Schnabel aus Jerusalem erzählt auf Einladung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem am 10. Juli 2026 um 19 Uhr in der Aula des Liborianums (An den Kapuzinern 5–7) von seinen Erfahrungen und Einschätzungen.

Seit mehr als 20 Jahren lebt Nikodemus Schnabel im Heiligen Land. Er ist Abt der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg in Jerusalem und des Priorats Tabgha am See Gennesaret. Das Heilige Land erlebt gerade eine unvorstellbare Enttabuisierung von Gewalt. Die seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 dramatische Situation im Nahen Osten hat sich durch den Krieg zwischen Israel und dem Iran noch einmal verschärft. Es ist nicht nur ein Konflikt zwischen Juden und ihren muslimischen Nachbarn; besonders stark betroffen ist auch die kleine christliche Minderheit in Israel und den palästinensischen Gebieten.

Pater Nikodemus Schnabel gibt Antworten aus seinem Alltag heraus. Er ist Benediktinerpater und Ostkirchen-Experte und seit 2003 Abt vor Ort und resümiert:

Rückbesinnung auf unantastbare Würde eines jeden Menschen

„Nicht nur im Nahen Osten musste die Welt in den letzten Monaten schrecklichste Dinge erleben, sondern auch im Herzen Europas scheinen die Grundlagen einer humanen Zivilisation immer brüchiger zu werden. Eine Rückbesinnung auf die unantastbare Würde eines jeden Menschen und ein Entlarven und Widerstehen gegen jegliche Formen der Dehumanisierung sind das Gebot der Stunde.“

Wie ausgerechnet die abrahamitischen Religionen und hier besonders das christliche Mönchtum mit seiner Berufung zur Gottsuche eine sehr wertvolle Ressource sein können, „auch für religiös Unmusikalische“, das möchte dieser Vortrag aufzeigen. Dem Benediktiner, der seine beiden Klöster als „Hoffnungsinseln in einem Ozean von Leid“ bezeichnet, ist es wichtig, den Christen im Heiligen Land zu zeigen, „dass wir da sind. Wir sind an eurer Seite.“

Alle Interessierten sind zur kostenlosen Veranstaltung eingeladen. Eine Diskussionsrunde schließt sich an.

Hintergrund Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Bücherbasar zu Libori für Christen im Heiligen Land

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem richtet den Vortragsabend aus. Der Orden kümmert sich um das Schicksal der Christen im Heiligen Land und unterstützt dort christliche Einrichtungen.

Während des Libori-Festes veranstaltet der Ritterorden neben dem Forum St. Liborius an der Gaukirche, Krumme Grube 1, zudem einen Bücherbasar mit mehr als 3000 Büchern. Der Reinerlös ist für die Christen im Heiligen Land bestimmt. Der Bücherbasar ist von Libori-Samstag, 25. Juli, bis Mittwoch, 29. Juli, geöffnet.

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