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© Matthias König / Erzbistum Paderborn
© Matthias König / Erzbistum Paderborn

Acht neue mundus-Freiwillige im Erzbistum Paderborn

Acht junge Menschen aus Lateinamerika lernen für ein Jahr das Leben und die Kirche in Deutschland kennen. Weihbischof Matthias König begrüßte sie in Paderborn.

Anfang September sind acht junge Menschen aus Honduras, Guatemala, der Dominikanischen Republik und Brasilien im Erzbistum Paderborn angekommen. Über den Verein mundus Eine Welt e. V. absolvieren sie hier einen Freiwilligendienst. Dabei unterstützen sie soziale und kirchliche Einrichtungen und sammeln Erfahrungen in einem für sie bislang fremden Land.

Weihbischof Matthias König hieß die Gruppe im Namen des Erzbistums Paderborn willkommen. Er gab den Freiwilligen Einblicke in die Geschichte und Gegenwart des Erzbistums und führte sie durch den Paderborner Dom. Die Bischofskirche beeindruckte die jungen Gäste besonders.

Voneinander lernen und Weltkirche erleben

Welche Bedeutung dieser Austausch hat, beschrieb Weihbischof König bereits bei der Begrüßung internationaler Freiwilliger vor zwei Jahren: „Wir lernen voneinander und miteinander.“ Damals betonte er auch: „Die jungen Freiwilligen bringen uns mit ihrer Lebensweise und ihren Erfahrungen ein Stück Weltkirche nach Paderborn.“

Gemeinschaften und Organisationen in den Heimatländern bereiten die jungen Menschen auf ihren Aufenthalt vor. Die Vermittlung erfolgt über die Partnerschaften des Säkularinstituts St. Bonifatius in Detmold, des Kolpingwerks und der Brasilieninitiative AVICRES sowie über die Caritas des brasilianischen Erzbistums Vitória.

Sprachkurs und Gastfamilien erleichtern den Start

Zurzeit besuchen die neuen Freiwilligen einen Sprachkurs. Anschließend werden sie in Krankenhäusern, Kindergärten, bei Kolping und in einem Schwesternhaus tätig. Neben der Mitarbeit in den Einrichtungen geht es darum, den Alltag in Deutschland und das kirchliche Leben vor Ort kennenzulernen.

Gastfamilien haben die jungen Menschen aufgenommen und helfen ihnen, sich mit der Sprache, der Kultur und den Gewohnheiten vertraut zu machen. Während ihres gesamten Aufenthalts werden die Freiwilligen begleitet. Regelmäßige Treffen und Seminare bieten Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und den eigenen Dienst zu reflektieren.

Freiwilligendienst in beide Richtungen

Der internationale Freiwilligendienst hat im Erzbistum Paderborn eine lange Tradition. Seit mehr als 40 Jahren gehen junge Menschen aus Deutschland als „Missionare auf Zeit“, heute „Mitleben auf Zeit“ genannt, in andere Länder und auf andere Kontinente. Deutlich über 1.200 Freiwillige haben dabei Erfahrungen mit anderen Kulturen und dem kirchlichen Leben vor Ort gesammelt und zugleich viel über sich selbst gelernt.

Der Verein mundus Eine Welt e. V. vermittelt Einsatzstellen und bereitet die Teilnehmenden auf ihren Dienst vor. Seit 2008 ist er anerkannte Entsendeorganisation im Förderprogramm „weltwärts“, seit 2019 auch Aufnahmeorganisation für Freiwillige aus seinen Partnerländern. (mundus eine Welt e.V.) Der Auslandsdienst über mundus dauert in der Regel zwölf Monate und wird durch „weltwärts“ mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziell unterstützt. (mundus eine Welt e.V.)

Auch die Heiligenstädter Schulschwestern und die Steyler Missionare bieten Freiwilligendienste an und bereiten junge Menschen darauf vor. Eine weitere Möglichkeit eröffnet das Bonifatiuswerk mit dem „Praktikum im Norden“. Dabei können junge Erwachsene für sechs bis elf Monate das Leben katholischer Gemeinden und Einrichtungen in Nordeuropa und im Baltikum kennenlernen und mitgestalten. (Bonifatiuswerk)

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