Die Kandidaten für die Diakonenweihe versprechen dem Erzbischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam, dazu legen sie ihre Hände in die Hände des Paderborner Erzbischofs.pdp / Thomas ThroenleAuf den Empfang der Diakonen-Weihe bereiten sich derzeit acht Männer aus dem Erzbistum Paderborn vor. Erzbischof Hans-Josef Becker wird den Weihe-Kandidaten am Samstag, 23. März 2019, im Hohen Dom zu Paderborn durch Handauflegung und Gebet die Diakonen-Weihe spenden. Die Weiheliturgie beginnt um 10 Uhr. Nach dem Empfang des Weihesakramentes werden die Männer als Ständige Diakone mit der Seelsorge im Pastoralverbund oder Pastoralen Raum ihrer Heimatgemeinde beauftragt, beispielsweise mit der Spendung des Taufsakraments oder der Leitung einer Beerdigung.
Die Kandidaten für den Empfang der Diakonen-Weihe sind:
Matthias Bauer aus der Kirchengemeinde St. Marien in Freudenberg. Bauer wurde 1962 geboren, ist seit 2013 verheiratet und hat ein Kind. Er studierte Pharmazie und ist tätig als Leiter der PTA-Fachschule Siegen. In der Kirchengemeinde engagiert sich Bauer als Lektor und Kommunionhelfer, zudem in verschiedenen Projekten im Rahmen der jährlich stattfindenden Woche für das Leben.
Björn Kölber aus der Kirchengemeinde St. Martin in Bigge – Olsberg. Er wurde 1972 in Hamm/Westfalen geboren und ist seit 2009 verheiratet. Er arbeitet als Diplom-Theologe bei der Josefsgesellschaft, einem katholischen Träger für Krankenhäuser, Altenheime und Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Sein kirchengemeindliches Engagement gilt der Caritasarbeit: Er war viele Jahre Geistlicher Begleiter der Caritaskonferenzen auf Dekanatsebene, zudem bereitet Kölber im Rahmen der Olsberger Motorradtage gemeinsam mit anderen einen Ökumenischen Gottesdienst mit anschließender Ausfahrt vor.
Christoph Krutmann aus der Kirchengemeinde St. Josef in Lendringsen. Krutmann wurde 1957 geboren, ist seit 1982 verheiratet und hat vier Kinder. Er ist leitend tätig in einer psychotherapeutischen Abteilung. In der Kirchengemeinde engagiert sich Krutmann in der Kommunion- und Gottesdienstvorbereitung, als Lektor und zudem leitet er ein Vokalensemble.
Dr. Krzysztof Mainka aus der Pfarrei St. Bruno in Soest. Er wurde 1978 geboren, ist seit 2004 verheiratet und hat ein Kind. Er ist in Elektrotechnik promoviert und ist tätig als Applikationsingenieur. Dr. Mainka engagiert sich im Pfarrgemeinderat seiner Kirchengemeinde, im Bereich der Sakramentenpastoral, als Lektor und Kommunionhelfer.
Christian Majer-Leonhardt aus der Kirchengemeinde St. Patrokli in Soest. Er wurde 1976 geboren, ist seit 2009 verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Oberstudienrat i.E. am St. Ursula-Gymnasium Arnsberg. An der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schule unterrichtet er die Fächer Deutsch und Religion, zudem ist er dort Beauftragter für die Schulpastoral. In seiner Kirchengemeinde engagiert sich Majer-Leonhardt als Kommunionhelfer, Lektor, im Pfarrgemeinderat und im Bereich der Sakramentenpastoral, zudem im Besuchsdienst im Marienkrankenhaus.
Klaus Rosenkranz aus der Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Obermarsberg. Er wurde 1975 geboren, ist seit 2015 verheiratet und hat drei Kinder. Rosenkranz ist tätig als Leiter des Haupt- und Personalamtes der Stadt Marsberg. In seiner Kirchengemeinde engagiert sich Rosenkranz als Kommunionhelfer und Lektor, zudem im Bereich der Caritas Obermarsberg und er ist Mitglied des Schola des Pastoralverbundes Marsberg-Mitte.
Stefan Saalmann aus der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Herford. Er wurde 1983 geboren, ist seit 2009 verheiratet und hat drei Kinder. Saalmann ist tätig als Staatlich geprüfter Techniker im Garten- und Landschaftsbau. In seiner Kirchengemeinde engagiert sich Saalmann als Kommunionhelfer, in der Messdiener- und Jugendarbeit, im Pfarrgemeinderat, als Küster und in der Steuerungsgruppe des Pastoralverbundes Herford.
Reinhard Sandbothe aus der Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk in Hövelhof. Er wurde 1965 geboren, ist seit 1990 verheiratet und hat drei Kinder. Sandbothe hat Elektrotechnik / Nachrichtentechnik studiert und ist tätig als Sales Director eines Unternehmens. In seiner Kirchengemeinde engagiert er sich als Kommunionhelfer und Lektor, zudem ist Sandbothe Mitglied des Pfarrgemeinderates und in verschiedenen Arbeits- und Steuerungsgruppen der Kirchengemeinde aktiv.
Stichwort: Diakon
Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort diakonos ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben beschränken sich aber nicht auf den Gottesdienst (leiturgia – Liturgie), vielmehr umfassen sie auch die Verkündigung (martyria – Zeugnis) und den „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas) und damit alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu den Armen und Kranken, den „Menschen am Rande“ zu gehen. Die von einem Bischof gespendete sakramentale Weihe zum Diakon ist ein Element des dreigliedrigen Weihesakraments (Diakon – Priester – Bischof), dadurch ist der Diakon in die Gemeinschaft der Geistlichen, den Klerus, eingegliedert.
Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie bleibt den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes.
Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen bürgerlichen Beruf aus. Wer ein Zölibatsversprechen ablegt, kann die Diakonenweihe bereits mit 25 Jahren empfangen. Auch Priesteramtskandidaten werden zunächst zum Diakon und dann zum Priester geweiht.
Bei von einem Diakon geleiteten liturgischen Feiern trägt der Diakon als Amtszeichen die Diakonenstola über dem Chorgewand oder der Albe. Die liturgische Kleidung des Diakons bei der Assistenz in der Eucharistiefeier ist die Dalmatik, die wie das priesterliche Messgewand über Albe und Stola getragen wird.