Die Restaurierung der kostbaren Springladenorgel in der ehemaligen Abteikirche Corvey hat mit einem glanzvollen Eröffnungskonzert und dem Erscheinen einer 115 Seiten starken, höchst informativen und in Wort und Bild ansprechend gestalteten Festschrift einen würdigen Abschluss gefunden. Der niederländische Orgel-Virtuose Sietze de Vries entfaltete die Klangfülle des bedeutenden Barockinstruments so eindrücklich, dass die Gäste aus Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft hingerissen waren.
Das Juwel mit seinen 32 Registern, mehr als 2000 Pfeifen und der überaus imposanten Schauseite gehört europaweit zur ersten Liga der herausragenden Orgeln. Zu den Alleinstellungsmerkmalen zählt neben dem unverwechselbaren Prospekt und der Springladentechnik auch die mitteltönige Stimmung, die das 1683 geweihte Barockinstrument bei der Restaurierung wiederbekommen hat. „In ihrer Klangfülle öffnet sich ein Blick in den Himmel und ein Ausgreifen in die Unendlichkeit“, brachte Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek bei der Begrüßung der Gäste, unter ihnen Weihbischof Manfred Grothe und Alexandra Herzogin von Ratibor und Fürstin von Corvey, die spirituelle Kraft der Orgelmusik zum Ausdruck.