Keine Gewöhnung an Abschreckung mit nuklearen Mitteln
„Es darf keine Gewöhnung an die Abschreckung mit nuklearen Mitteln geben“, mahnt Erzbischof Bentz und verweist auf das Friedenswort der katholischen deutschen Bischöfe „Friede diesem Haus“ vom vergangenen Jahr, das diese Forderung unterstreicht. „Die Überwindung dieser Bedrohung für die Menschheit ist eine Frage des Weltgemeinwohls und wir sind gefordert, auf die Reduktion dieser Bedrohung hinzuarbeiten“, betont der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax.
„Atomwaffen dürfen keinen Platz mehr in der Welt haben, sie dürfen kein Mittel der militärischen Auseinandersetzung mehr sein und man darf auch nicht mit ihnen drohen“, sagt Landesbischof Friedrich Kramer.
Warnung vor neuem nuklearen Rüstungswettlauf
Beide Bischöfe warnen im Gedenken an die Atombombenabwürfe vor 80 Jahren nachdrücklich vor einem neuen nuklearen Rüstungswettlauf. „Der russische Überfall auf die Ukraine hat die Menschen massiv verunsichert und erschüttert“, so Erzbischof Udo Markus Bentz. Erstmals seit der Kuba-Krise habe mit Russland ein Staat mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. „Das lässt in vielen Staaten den Ruf nach neuen Atomwaffen als Abschreckung laut werden. Auch wenn dies nachvollziehbar ist, so muss doch gleichzeitig klar sein, dass eine militärische Abschreckung allein, erst recht nicht mit Atomwaffen, keinen Frieden garantiert“, betont Landesbischof Friedrich Kramer. Und Erzbischof Bentz ergänzt: „Es ist höchste Zeit, nach Alternativen zur Abschreckung mit nuklearen Mitteln zu suchen.“