Die Gemeinschaft unter den Wallfahrerinnen und Wallfahrern sowie mit dem Wallfahrtsteam Werl sei deutlich enger geworden, sagt Klemens Pieper. Dazu trage unter anderem die gute Aufnahme im Pilgerkloster bei.
„Seit dem Umbau im Jahr 2021 bieten der neue Pilgersaal und der Pilgerkeller sowie die sehr guten Schlafmöglichkeiten ideale Voraussetzungen für das gemeinsame Miteinander an beiden Tagen“, so Pieper. Rund 100 Teilnehmende schliefen allein in diesem Jahr vor Ort.
„Die Pilgerinnen und Pilger verbringen dadurch mehr Zeit miteinander und sind auch außerhalb der eigentlichen Wallfahrtswege und -veranstaltungen als Gemeinschaft zusammen“, betont der Wallfahrtsleiter aus Werne und ergänzt: „Man geht eigentlich nur zwischendurch einmal zum Duschen. Selbst einige Wallfahrerinnen und Wallfahrer, die nicht im Kloster übernachten, sind am nächsten Morgen gerne wieder zum gemeinsamen Frühstück dabei.“
Laufen, Singen, Beten, Ankommen
Für Klemens Pieper ist die Wallfahrt heute zugleich eine gemeinschaftliche und eine persönliche Glaubenserfahrung. „Früher begann man um 4 Uhr, heute um 5.30 Uhr. Es wurde noch mehr gebetet und gesungen. Das passiert heute auch noch, aber weniger. Heute kann jeder zwischendurch auch mal in sich gehen, sich ausklinken, das suchen die Menschen auch.“
Gemeinsames Gebet und Gesang bleiben, zugleich gewinnt die persönliche Einkehr mehr Raum. Auch wer nicht mitsingt, gehört dazu. Ist die Wallfahrt dadurch freier geworden? „Ich weiß nicht… Auf jeden Fall ist es bequemer, aber immer noch anstrengend“, sagt Pieper. Laufen, Singen, Beten, Ankommen, Meditation, Lichterprozession und das Pontifikalamt am nächsten Morgen fordern die Pilgernden. Über den gesamten Weg wird zudem das 4,5 Kilogramm schwere Wallfahrtskreuz und so manche Fahne mitgetragen.