Niels Stensen Am 19. September jährt sich der Tag der Bischofsweihe von Niels Stensen zum 325. Mal. Stensen, der 1638 in Kopenhagen geboren wurde, wuchs im lutherischen Glauben auf und trat am 7. November 1667 zur katholischen Kirche über. 1675 wurde er zum Priester geweiht und bereits zwei Jahre später, am 19. September 1677, empfing er die Bischofsweihe. In der Folgezeit hielt er sich einige Wochen in der Abtei Corvey auf und spendete dort und in Höxter das Sakrament der Firmung. Stensen wirkte vor allem im Gebiet der Nordischen Missionen. Am 5. Dezember 1686 verstarb er in Schwerin. Sein Leichnam wurde nach Florenz überführt, wo er zum katholischen Glauben übergetreten war. Bevor Stensen als Priester und später als Bischof der Nordischen Missionen tätig war, hatte er sich der Wissenschaft verschrieben. Seine wissenschaftlichen Lebensstationen führten ihn von Kopenhagen über Holland schließlich nach Italien. Er gilt als Mitbegründer der Paläontologie, der Geologie und der Kristallographie. Die Ohrspeicheldrüse wurde von ihm entdeckt und ist auch nach ihm benannt worden. Als Glaubenszeuge beginnen die Nordbistümer Niels Stensen erst spät zu verehren. Er ist heute Vorbild für ökumenische Arbeit und missionarische Arbeit in der Diaspora. Wegen seiner Verdienste wurde Niels Stensen am 23. Oktober 1988 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Rechtzeitig zum 325. Jahrestag der Bischofsweihe hat das Erzbistum Paderborn das Heft „Niels Stensen Anatom Geologe Bischof: Ein Seliger des Erzbistum Paderborn“ von Alexander Kuhne in unveränderter Form neu aufgelegt.