Wer den Weltjugendtag vor 20 Jahren im Jahr 2005 in Köln miterlebt hat, ist heute häufig zwischen 35 und 45. Das ist das Alter, in dem sich viele Menschen mit gefestigter Lebenssituation und wachsendem Verantwortungsbewusstsein engagieren: in Gemeinden, Familienkreisen, Verbänden oder Initiativen. Der Weltjugendtag war für viele eine Bestärkung im Glauben – und ein Startpunkt für einen neuen Blick auf eine internationale Kirche. Die Begeisterung, die er ausgelöst hat, wirkt bis heute: Menschen, die damals als Jugendliche mit vielen internationalen Gästen unterwegs waren und die Megaevents erlebt haben, haben gelernt, was es heißt, Glauben als große Gemeinschaftserfahrung zu leben, Verantwortung zu übernehmen und Kirche aktiv mitzugestalten.
Im August 2005 wurde Deutschland zum Zentrum der katholischen Jugend der Welt: Der XX. Weltjugendtag versammelte rund 400.000 Menschen aus 193 Ländern. Viele von ihnen reisten schon zur Woche der Begegnung an, auch ins Erzbistum Paderborn. Höhepunkt war dann die Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. auf dem Marienfeld bei Köln, an der über eine Million Menschen teilnahmen. Darunter auch Kathrin Spehr und Raphael Steden, deren Leben der Weltjugendtag nachhaltig prägte.