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Caritas – Gedankenaustausch zwischen Ost und West
26
Juli
2019

Caritas – Gedankenaustausch zwischen Ost und West

„Summer School“ der Kommende mit Seminaristen aus sieben Ländern

Seit 2007 bietet die Kommende Dortmund unter dem Motto „Europa eine Seele geben“ eine dreiwöchige „summer school“ für Seminaristen aus Mittel- und Osteuropa an. Damals wurde die „summer school“ als mutiges Experiment eingestuft, heute ist es fest implementiert und findet derzeit bei 23 jungen Männern, die das sechste Semester der Theologie bereits abgeschlossen haben, große Nachfrage.

Die Enzyklika „Deus caritas est“ (Gott ist Liebe) von Papst Benedikt XVI aus dem Jahre 2005 stand im Mittelpunkt des Treffens „Caritas – Wesen und Mission der Kirche“ am Donnerstag. „Caritas und die soziale Verantwortung der Kirche“ war somit eins von vier Schwerpunktthemen, die Dr. Thomas Günther und Michael Mendelin (Diözesan Caritasverband) am Donnerstag eröffneten. Weitere Themen des Seminars: „Kirche in Europa – Mission und Vision“, „Kirche und Gesellschaft“, „Kirche in unternehmerische Verantwortung und sozialer Marktwirtschaft“ und „Glaubensgemeinschaft in Vergangenheit und Gegenwart“.

„Wir haben von den Seminaristen heute auch gelernt. Denn den Organisationsaufbau einer strukturierten Caritas gibt es den Ländern Mittel- und Osteuropas so nicht. Es sind eher lokale Initiativen“, fasste Dr. Thomas Günther, Referent Pädagogische Begleitung im  Bundesfreiwilligendienst, die Erfahrungsberichte zusammen. Eine große Organisation sei sicherlich effizienter, doch wichtig sei, dass die Caritas-Philosophie erfahrbar umgesetzt werde.

In Litauen ist die Caritas zum Beispiel Partner der Universität. „Wie kann man die Jugend begeistern, dieser Frage versuchen wir mit YoungCaritas zu begegnen“, erläutert Michael Mendelin, Fachstelle Personal- und Organisationsentwicklung der Caritas. Aber mehr Präsenz an Hochschulen sei wünschenswert. Auch in der Priesterausbildung würde sich, so Mendelin, die Caritas gern noch mehr einbringen. „Caritas und Pastoral sind keine unterschiedlichen Welten, sondern eine Welt mit unterschiedlichen Aspekten“, sieht Mendelin im Osten dafür gute Ansätze.

Über Bedeutung und persönliche Erfahrungen mit der Caritas berichteten die osteuropäischen Gäste, dadurch kristallisierten sich schnell übergreifende Referenzen heraus: Hilfe für Bedürftige, Obdachlose und arme Leute, Unterstützung für Kinder, verlässlicher Ansprechpartner. Bekannt bei der Bevölkerung ist die Caritas auch, durch Essensverteilung und Beschaffung von Bekleidung. Hilfen für Flüchtlinge seien auch der Caritas zuzuschreiben. „Eine ganze Familie hat bei uns durch ein Feuer das Haus mit allem Hab und Gut verloren. Die Caritas hat geholfen“, berichtet ein polnischer Priesteranwärter.

„Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1 Joh 4,16) – für Papst Benedikt war „Deus caritas est“ das wichtigste Element für seine Enzyklika. Aus dieser Überzeugung helfe die Caritas auch europaweit und nicht aus dem Anliegen, anderen Glauben aufzuzwingen.

Die Arbeit der Caritas in Ost- und Mitteleuropa, so berichteten die Seminaristen, sei in der Basis hauptsächlich auf Freiwillige und Ehrenamtliche aufgebaut.

„Die Seminaristen sind sehr interessiert und sorgen mit ihrer Diskussion für eine lebendige Atmosphäre. Mit den Erkenntnissen aus ihrer Heimat bereichern sie auch das Seminar“, bilanzierte Markus Wagner (Kommende) den bisherigen Verlauf.

 

  • Das Sozialinstitut Kommende hat seinen Sitz in Dortmund. Direktor ist Prälat Dr. Peter Klasvogt.
  • Während des dreiwöchigen Seminars sind die Teilnehmer im Haus Maria Immaculata in Paderborn untergebracht.
  • Die Seminaristen kommen aus Albanien, Kroatien, Litauen, Polen, Russland, Ukraine und Ungarn.
  • Seit vier Monaten neu im Amt ist Markus Wagner als Assistent des Direktors. Er kommt aus Münster, hat Theologie studiert und begann 2017 seine Promotion. „Mit dem Job an der Kommende ist ein Traum in Erfüllung gegangen.“
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