Vor dem Werler Gnadenbild „Trösterin der Betrübten“ bringen Menschen ihre Sorgen, ihre Bitten und ihren Dank vor Gott. Die Marienfigur zeigt Maria mit Christus auf dem Schoß. An die Erfahrung, mit der eigenen Not willkommen zu sein, knüpfte Erzbischof Bentz in seiner Predigt an: „Der Glaube öffnet einen Raum, in dem wir mit unserem Schmerz nicht allein sind.“ Bei Maria dürften auch Trauer und persönliche Fragen ihren Platz haben. Allerheiligen stärke die Hoffnung auf eine Zukunft in der Gemeinschaft mit Gott und auf ein Wiedersehen mit den Verstorbenen. „Und nichts an Liebe von uns Menschen geht bei Gott verloren – auch nicht durch den Tod.“
Als seinen persönlichen Höhepunkt der Wallfahrtszeit nannte Erzbischof Bentz die Gefangenenwallfahrt. Dabei sei spürbar geworden, wie gut den Teilnehmern der Besuch in Werl getan habe.
Der Erzbischof dankte dem Wallfahrtsteam um Wallfahrtsleiter Bernd Haase sowie allen, die Menschen empfangen, Gottesdienste vorbereitet, zugehört, musiziert und im Hintergrund mitgearbeitet haben. Durch ihren Dienst hätten Menschen erfahren: „Mit meiner Not bin ich hier willkommen. Ich darf kommen, wie ich bin.“