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© Dima Moroz / Shutterstock.com
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GLÜCKLICH/T im Franziskus-Jahr: San-Damiano-Momente für eine bessere Welt

Die GLÜCKLICH/T-Aktion lebt von kleinen Gesten, die das Leben anderer Menschen besser machen. Der heilige Franziskus und sein Einsatz für die kleine Kirche San Damiano können dafür Vorbild sein.

Manchmal braucht es gar nicht viel, um die Welt eines anderen Menschen ein kleines bisschen heller zu machen. Eine Tasse Kaffee. Ein unerwarteter Besuch. Eine helfende Hand. Ein paar Minuten Zeit für jemanden, der gerade niemanden zum Reden hat. Genau von solchen kleinen Gesten lebt die GLÜCKLICH/T-SEIN!-Aktion des Erzbistums Paderborn. Menschen tun anderen etwas Gutes – dort, wo sie leben, mit dem, was ihnen möglich ist.

 

Franziskus, ein idealer Begleiter der GLÜCKLICH/T-Aktion

In diesem Jahr hat dieser Gedanke einen besonderen Begleiter: Franziskus von Assisi. Das Franziskus-Jahr anlässlich seines 800. Todestages dauert noch bis zum 10. Januar 2027. Und eine Begebenheit aus seinem Leben klingt beinahe wie eine geistliche Gebrauchsanweisung für GLÜCKLICH/T.

Die Überlieferung erzählt, wie der junge Franziskus um das Jahr 1205 in der kleinen, baufälligen Kirche San Damiano vor den Toren Assisis betete. Vor einem Kreuz bat er Gott darum, ihm seinen Weg zu zeigen. Da vernahm er die Stimme Christi: „Franziskus, geh und stelle mein Haus wieder her, das, wie du siehst, ganz verfallen ist.“

Franziskus verstand diesen Auftrag zunächst ganz wörtlich. Er begann, San Damiano wiederherzurichten, beschaffte Steine und half selbst bei den Arbeiten. Er fing nicht mit einem großen Programm zur Erneuerung der Kirche an. Er sah, was direkt vor ihm brüchig war – und packte an.

Im weiteren Verlauf seines Lebens bekam dieser Auftrag eine viel umfassendere Bedeutung.  Franziskus orientierte sich radikal am Evangelium, lebte in Armut, suchte die Nähe zu den Menschen. Durch sein Beispiel und die Gemeinschaft, die um ihn entstand, trug Franziskus zur Erneuerung der Kirche bei. Aus den ersten Steinen von San Damiano wurde etwas viel Größeres.

Vom 25. Oktober bis 6. Dezember 2026: sechs Wochen voller guter Taten!

Die Mitmachaktion GLÜCKLICH/T SEIN! des Erzbistums Paderborn startet wieder. Sechs Wochen voller Ideen und Aktionen für mehr Freundlichkeit und Nächstenliebe. Alle Menschen im Erzbistum, Kirchengemeinden, Einrichtungen, Schulen, Kitas und Vereine sind eingeladen, gemeinsam Gutes zu tun. Mit Spendentüten zum Befüllen, Lichttüten zum Verschenken und Postkarten zum Versenden von einem netten Gruß.

San Damiano-Momente heute: Dort helfen, wo etwas brüchig wird

Großes beginnt im Kleinen. Genau darin begegnen sich Franziskus und GLÜCKLICH/T. Auch bei der Aktion geht es nicht um spektakuläre Projekte. Es geht darum, wahrzunehmen, was direkt vor uns brüchig geworden ist, und etwas dagegen zu tun mit den Möglichkeiten, die wir haben.

Franziskus begann mit den Mauern von San Damiano. Was ist unser San-Damiano-Moment? Durch welche brüchigen, beschädigten oder verwundeten Situationen spricht Christus heute zu uns? Durch den Nachbarn, der nach einer schweren Operation wieder Tritt zu fassen versucht? Durch die Familie, die seltener in den Supermarkt geht, weil das Geld knapp geworden ist und erst recht nicht mehr ins Kino? Durch den gestressten Kollegen im Nachbarbüro, dem gerade alles zu viel wird?

Wer in solchen Situationen hilft – durch ein Lächeln, Zuhören, ein Gespräch, einen Besuch, eine Geste oder ein Geschenk –, steuert auf den ersten Blick nur einen kleinen Stein bei. Aber genau aus solchen Steinen kann etwas Großes entstehen.

Dies könnte die eigentliche Einladung von GLÜCKLICH/T im Franziskus-Jahr sein: nicht darauf zu warten, bis wir die ganze Welt verändern können. Sondern den ersten Stein dort einzusetzen, wo es gerade am notwendigsten ist. Damit beginnt Nachfolge Jesu. In seinem berühmten Gleichnis vom Weltgericht hat Jesus uns das ins Stammbuch geschrieben: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25, 40)

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Redaktion

Dr. Claudia Nieser

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