Zeitgenössische Perspektiven im Dialog mit Sammlungsobjekten
Zu sehen sind zeitgenössische Perspektiven von Thomas Duttenhoeffer, Barbara Dombrowski, Michael Triegel, Christoph Brech, Claudia Brieske und Helmut Kirchlechner – sechs ganz unterschiedlich arbeitende Künstlerinnen und Künstler. Ihre Werke stehen im Dialog miteinander und mit Objekten, Skulpturen, Gemälden und Handschriften von der Spätantike bis zum Barock aus der Sammlung des Museums.
„Jahrtausende lang haben Orakel, Seherinnen und Seher und Prophetinnen und Propheten auf unsere existenziellen, religiösen oder politischen Fragen geantwortet, uns die Zukunft oder den göttlichen Willen enthüllt“, erklärt Kuratorin Christiane Ruhmann. „Dabei waren ihre Antworten oft mehrdeutig oder gar beängstigend. Indem wir den uralten Prophezeiungen zeitgenössische Kunst und immersive Inszenierungen gegenüberstellen, laden wir Besuchende dazu ein, darüber nachzudenken: Wem trauen wir zu, unsere Fragen zu beantworten? Prophetinnen und Propheten? Der Philosophie, Wissenschaft oder Kunst? Und was bedeutet es, wenn wir uns heutzutage unsere Fragen mehr und mehr von der KI beantworten lassen – wer antwortet da eigentlich?“
Generalvikar Monsignore Dr. Michael Bredeck unterstrich: „Mit unserem neuen experimentellen Ausstellungsformat CONNECT # laden wir – gemeinsam mit unseren Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern – dazu ein, sich auf kreative und spielerische Art mit wichtigen Themen der Gegenwart auseinanderzusetzen. Hier macht es der poetische, künstlerische und partizipative Zugang möglich, dass Besuchende Raum finden, für sich selbst kreative Fragen zu stellen und sich selbst mit der Ausstellung zu verbinden – zu ‚connecten‘. Das Museum wird so mehr und mehr zu einem ‚Dritten Ort‘ – einem Raum für Teilhabe und Begegnung.“