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© Shutterstock / KI-generiert
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Gott ist wie

Wie ist Gott eigentlich? Claudius Rosenthal sucht in seinen WDR-Morgenandachten nicht nach großen Begriffen. Sondern entdeckt Spuren in dreckigen Händen, unerwarteten Einladungen, kleinen Hilfen und ziemlich menschlichen Schwächen.

Schmutzige Händchen

Dreckige Hände. Niemand will sie anfassen. Bis ein Kind zugreift und sagt: „Ich gehe mit dir.“ Fronleichnam beginnt dort, wo einer sich nicht vom Schmodder abschrecken lässt.

Den Karren aus dem Dreck ziehen

Nachts klingelt es bei Opa Fritz: Wieder ist ein Auto in der Wiese gelandet. Also Trecker raus, Abschleppseil dran, helfen. Ohne Vorwürfe, ohne Genervtheit. Ein starkes Bild für einen Gott, der auch dann nicht wegschaut, wenn der eigene Lebenskarren im Dreck steckt.

Du bist mir wichtig!

Man sitzt jahrelang mit am Tisch, würfelt, spielt, geht ein und aus. Und irgendwann fällt ein Satz, der alles in ein anderes Licht rückt: „Ihr gehört zur Familie.“ Manchmal erfährt man erst spät, welchen Platz man längst im Leben eines anderen hat.

Schutzengel

Strömender Regen, irgendwo in der Normandie. Die Harley liegt auf der Straße, der Oberschenkel schmerzt und weit und breit ist niemand zu sehen. Manchmal zeigt sich erst in solchen Momenten, wie wenig wir unterwegs wirklich in der Hand haben.

Beschenkt

Ein Freund bittet um Hilfe. Man liefert gerade so viel, dass es nach Einsatz aussieht, und hakt die Sache innerlich ab. Wird schon reichen. – Wirklich?

Nur das Beste

Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Klingt vernünftig. Bis plötzlich die Frage im Raum steht, ob es wirklich ums Kind geht oder auch um die eigenen Wünsche, Ängste und Erwartungen. Da wird aus Fürsorge schnell ein ziemlich unbequemer Spiegel.

„Der kennt sich aus“

Mit Vollgas durch Utah, nachts an Klippen entlang, dann reißt auch noch ein Keilriemen. Was im Urlaub nach Abenteuer klingt, wird plötzlich zur Vertrauensprobe. Denn im Dunkeln zählt vor allem eins: einem zu folgen, der den Weg kennt.

Bestanden

Bei der Führerscheinprüfung kann man sich auf vieles vorbereiten. Auf Theoriefragen, Verkehrsregeln, sogar auf typische Fehler. Schwieriger wird es, wenn die Nerven durchgehen. Gut, wenn dann nicht nur die Fehler zählen.

Ein Beitrag von:
© privat
Ständiger Diakon

Claudius Rosenthal

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