Beim diesjährigen Libori-Fest mit dem Leitwort „mittendrin“ ist auch Bischof Lukas Fikre Woldetensae aus der Diözese Emdeber in Äthiopien zu Gast. Mit Freude und Dankbarkeit besuchte der Bischof vom afrikanischen Kontinent jetzt gemeinsam mit Weihbischof Matthias König Steinheim im Kreis Höxter, um der dort verorteten Äthiopienhilfe Steinheim Dank zu sagen. Seit 15 Jahren unterstützt die Äthiopienhilfe Steinheim Projekte im Bistum Emdebir in Äthiopien.
Eine Gruppe von Ärzten verschiedener Fachrichtungen kommt jedes Jahr für zwei Wochen in das Bistum und behandelt in den „Kliniken“, den Gesundheitsstationen, die die Diözese überall errichtet hat, bis zu 1.400 Menschen. Es gibt während dieser Zeit viele Augen- und Zahnbehandlungen, aber auch das ganze Spektrum allgemeinmedizinischer Fürsorge und Behandlung. Das Projekt „Äthiopienhilfe Steinheim“ macht möglich, was sonst nicht wäre: medizinisch-fachliche Behandlung in einer ländlichen Region, wo es so etwas sonst nicht gäbe.
Die Katholische Kirche ist den Ärzten dabei ein verlässlicher Partner. Die Katholiken mit weniger als einem Prozent der Gesamtbevölkerung sorgen für diese „Infrastruktur“, die für die Armen kostenlos ist. Die Äthiopienhilfe Steinheim hat aber auch Kindergärten mitfinanziert, Mikro-Finanzprojekte für Frauen und Berufsvorbereitung für Jugendliche. Fast 180.000 Euro bringt dieser Verein jährlich aus Spenden zusammen. Damit werden die Kliniken und Kindergärten voll finanziert.
Bischof Lukas war auch schon vor seiner Bischofsweihe vor zwei Jahren der verlässliche Ansprechpartner und Koordinator. Jetzt war es eine große Freude, dass er im Rahmen seines Besuches beim Liborifest auch in St. Marien in Steinheim eine heilige Messe feiern und anschließend vor zahlreichen und interessierten Besucher mit Dr. Bernhard Nalbach, dem Vorsitzenden der Äthiopienhilfe Steinheim, die Projekte erläutern konnte.
Die Freude über diesen Besuch war auf beiden Seiten groß. Weihbischof Matthias König, der im Januar viele der Projekte besucht hatte, konnte als Übersetzer dienen.