Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät Paderborn, wandte sich in einer Videobotschaft an die Preisträgerinnen und Preisträger. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass sich junge Menschen von theologischen Fragen faszinieren lassen, nach Gott und dem Menschen fragen, nach Verantwortung, Würde und wie ihr Leben gelingen kann. Und das täten sie mit Ernst, intellektuellem Interesse und eigenen Gedanken. „Sie haben gelesen, abgewogen, formuliert und nachgedacht und hoffentlich auch entdeckt, was für eine Freude und wie spannend Theologie sein kann.“ Theologie, so der Erzbischof weiter, bleibe nicht im Seminarraum: „Sie hat mit dem Leben zu tun, mit Verantwortung, mit Sprache, mit Gerechtigkeit, mit der Frage, wie Kirche heute und morgen glaubwürdig sein kann.“ Er schloss mit einem Appell: „Liebe Schülerinnen und Schüler, bleibt dran, bleibt neugierig, stellt weiter eure Fragen. Genau das brauchen wir.“
Brücken zwischen Schule und Universität
Prof. Dr. Stephan Wahle, Prorektor der Theologischen Fakultät Paderborn, begrüßte die Preisträger sowie ihre Familien. Er betonte, dass die Facharbeitspreise ein wichtiger Teil des Schulprogramms der Fakultät sind, dessen Ziel es ist, Brücken zwischen schulischem und akademischem Lernen zu schlagen. Weitere Initiativen wie die SchulUni.Theologie, die MasterClass.Theologie, das Schnupperstudium sowie der Studientag „Theologie macht Schule“ für Lehrkräfte verfolgen dasselbe Ziel.
Theologie lebt vom Dialog und kritischem Denken
Dr. Dennis Lewandowski, Leiter der Abteilung Religionspädagogik im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, hob in seinem Grußwort den Mut und die Neugier der Preisträger hervor. Sie hätten sich auf eine wissenschaftlich fundierte Entdeckungsreise begeben und gezeigt, dass Theologie keine Wissenschaft der fertigen Antworten sei. „Theologie lebt vom Fragen, vom Dialog, von der Bereitschaft, den Glauben mit den Erkenntnissen der Vernunft ins Gespräch zu bringen“, erklärte Dr. Lewandowski. Diese Haltung sei nicht nur für Hochschulen, sondern für die gesamte Gesellschaft unverzichtbar.