Für seine wegweisenden Forschungen wurde Michael Seewald 2025 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet, der höchsten Ehrung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Seit dem Sommersemester 2026 hat er den Lehrstuhl für Dogmatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) inne. Zuvor war er seit 2016 Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster, wo er ab 2017 als Principal Investigator im Exzellenzcluster „Religion und Politik“ wirkte und 2022 dessen Sprecheramt übernahm.
Seewald studierte Katholische Theologie, Philosophie und Politikwissenschaft in Tübingen, Pune (Indien) und Frankfurt am Main. Seine an der LMU München verfasste Dissertation (2011) und Habilitation (2015) wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kardinal-Wetter-Preis, dem Karl-Rahner-Preis und dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis.
Er ist ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste sowie Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin.