Kräfte konzentrieren, Nähe bewahren
Die Begegnungen bestärken den Paderborner Erzbischof darin, die Transformation der kirchlichen Strukturen mit einem klaren Anspruch zu verbinden: „Wir werden nicht alles überall so fortführen können wie bisher. Das offen zu sagen, gehört zur Ehrlichkeit. Wir konzentrieren unsere Kräfte. Die bisherige flächendeckende Präsenz werden wir so nicht halten können. Aber ich möchte, dass wir weiterhin nah bei den Menschen sind und bleiben und zwar, verlässlich, vielfältig und hoffentlich auch an neuen Orten“, so der Paderborner Erzbischof.
Diese Perspektive stand auch im Mittelpunkt seines Gesprächs mit kommunalen Verantwortlichen aus der Region. An dem Gespräch nahmen auf kommunaler Seite Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda aus Herne, Bürgermeister Dirk Leistner aus Witten, Bürgermeister Hans-Günter Draht aus Wetter, Ralf Quardt, Bürgermeister der Stadt Hagen und Vertreter des Oberbürgermeisters, sowie die Herdecker Beigeordnete Bettina Bothe teil.
Beim Austausch wurde deutlich, dass die katholische Kirche weiterhin als Partnerin gefragt ist. Besonders ihr Engagement in der frühkindlichen Bildung ist in den Städten ausdrücklich gewünscht. Auch die Zukunft kirchlicher Gebäude und der gesellschaftliche Zusammenhalt waren Themen. „Wenn die Vertreter der Städte ausdrücklich sagen, dass sie unsere Kindertageseinrichtungen brauchen, dann höre ich darin Vertrauen und einen Auftrag: Unsere eigenen Veränderungen dürfen uns nicht so beschäftigen, dass wir die Herausforderungen und Aufgaben um uns herum aus dem Blick verlieren. Das heißt, hier geht es nicht um flächendeckende Versorgung, sondern auch hier geht es um das Angebot von besonders stark profilierten katholischen Kitas.“