Er dankte den Priestern und Ordensschwestern, die die regelmäßigen Feiern organisieren und begleiten.
Vielen Menschen in Deutschland ist kaum bekannt, dass es in Indien mehrere katholische Kirchen mit eigenen liturgischen Traditionen gibt. Neben der lateinischen Kirche gehören dazu unter anderem die syro-malabarische und die syro-malankarische Kirche. Die meisten Katholikinnen und Katholiken aus dem südindischen Bundesstaat Kerala, die heute im Erzbistum Paderborn leben und arbeiten, gehören der syro-malabarischen Kirche an. Sie bezeichnen sich auch als „Thomaschristen“, weil sie ihren Ursprung auf die Missionsarbeit des Apostels Thomas zurückführen.
Die Eucharistiefeier der syro-malabarischen Kirche trägt den Namen Qurbana und unterscheidet sich in ihrer Liturgie deutlich von der römisch-katholischen Messfeier. Für viele Gläubige ist es eine große Bereicherung, den Gottesdienst und das Sakrament der Versöhnung in ihrer Muttersprache feiern zu können. Auch zahlreiche Priester und Ordensschwestern aus dem Erzbistum stammen aus der syro-malabarischen Kirche und unterstützen die Gemeinden.
Wer die Qurbana kennenlernen möchte: In der Pfarrkirche St. Georg in Paderborn (Neuhäuser Straße) wird sie regemäßig gefeiert, das nächste Mal am Sonntag, 19. Juli, um 15 Uhr im Beisein von Weihbischof König. Interessierte sind herzlich willkommen.