„Das Schöne am gemeinsamen Pilgern war, dass es gemeindenübergreifend ist und man mit vielen Leuten ins Gespräch kommt. Normalerweise bedeutet Pilgern für mich eher ein Zurücknehmen, auf das eigene Tempo zu achten, still zu sein und einfach die Gedanken schleifen zu lassen. Dass der Erzbischof selbst mitgeht, finde ich super, weil es nah ist und uns allen hier dieses Gefühl von Nähe vermittelt. Gerade bei den vielen Veränderungen im Erzbistum ist das Gefühl, nicht übersehen zu werden, sehr wichtig. Solche gemeinsamen Glaubenserlebnisse und Gemeinschaft braucht schließlich jeder Mensch.“
Unterwegs sein, ganz bewusst in der Gegenwart Gottes. Schweigen, reden, beten. Jeder im eigenen Tempo, und trotzdem gemeinsam. „Pilgern ist ein Bild für unseren Glauben“, sagte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zu Beginn seiner Predigt in der Pilgermesse, die den Auftakt für den Weg von Herdecke nach Hagen-Haspe bildete. Christsein heiße nicht, festzusitzen. Wer mit Gott gehen wolle, könne kein Stubenhocker sein.
Und so machten sich rund 130 Männer und Frauen, jung und alt, im Rahmen des Amtssitzwechsels auf den Westfälischen Jakobsweg. Und entdeckten: Wenn wir in Bewegung sind, kommt auch innerlich etwas in Bewegung. Was genau? Das zeigen einige Eindrücke der Pilgerinnen und Pilger.