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Kreative Visionen für die Kirche der Zukunft: Preisverleihung im Projekt „St. Joseph 2026 – Raum für Wandel“

Mit einer feierlichen Prämierung der besten Arbeiten fand der studentische Ideenwettbewerb „St. Joseph 2026 – Raum für Wandel“ in der Pfarrkirche St. Joseph seinen feierlichen Abschluss.

Zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste nutzten die Gelegenheit, die kreativen Konzepte der Architekturstudierenden der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) zu würdigen.

Hintergrund des Projekts sind anstehende strukturelle Veränderungen: Im Zuge des diözesanen Immobilienprozesses muss sich die katholische Gemeinde im Lippstädter Süden mittelfristig von ihrem Pfarrhaus und dem beliebten Jugendheim „Jupp“ trennen. Die Gemeinde begreift diesen Einschnitt jedoch als Chance: Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof.’in Stephanie Stratmann (TH OWL) entwickelten die angehenden Architektinnen und Architekten Vorschläge, wie das Gotteshaus künftig auch Raum für Gemeindeleben, Begegnung und Jugendarbeit bieten kann, ohne seine sakrale Würde zu verlieren.

Die Preisträger im Überblick

Peter Brannekemper vom Kirchenvorstand St. Joseph und Vikar Jonathan Berschauer nahmen die Auszeichnung der erfolgreichen Entwürfe vor:

1. Preis (1.000 Euro): Lina Bäumker und Theresa Sahlfeld für „Gemeinschaft ohne Grenzen“

Das Siegerprojekt überzeugt durch ein zentral platziertes Einbauelement, das Mittel- und Querschiff geschickt miteinander verknüpft. Herzstück ist eine großzügige Freitreppe, die zugleich als Erschließung und als Sitztribüne für Vorträge oder Veranstaltungen dient. Von der oberen Ebene bleibt der Blick frei zum Altar, sodass Gottesdienste vollwertig mitgefeiert werden können.

2. Preis (800 Euro): Yannick Posteher und Mario Tschapalda für „Blauer Schimmer“

Der zweitplatzierte Entwurf besticht durch eine klare Raumaufteilung: Im Eingangsbereich und in den Seitenschiffen finden Café, Büros und Seminarräume Platz. Das Mittelschiff bleibt dabei als stufenlos durchgehende Achse vom Portal bis zum Altar komplett erhalten. Ein harmonisch integrierter Treppenaufgang führt auf eine neue Ebene in den Seitenschiffen.

3. Preis (600 Euro): Patrick Junk und Dena Amelung für „Zwischen den Bögen“

Das Konzept erschließt den Raum unter den Gewölben durch eine Hochebene in den Seitenschiffen. Die Einbauten halten bewusst Abstand zu den Außenwänden, schonen die historische Bausubstanz und nutzen das einfallende Tageslicht optimal für ein lichtes Raumgefüge.

Anerkennungspreise (jeweils 300 Euro):

Jan Zietz und Amelie Schröder für „Kubus im Wandel“: Ein zentral platzierter Kubus mit durchdachten, multifunktionalen Möbelwänden schafft flexible Raumlösungen für die Gemeindearbeit.

Felix Erlemeier und Joschua Dreier für „Kreuzweise“: Ein schwebender Balkon im hinteren Kirchenraum nimmt Seminarräume mit Altarblick auf; moderne Trennwände greifen historische Details der Kirche harmonisch auf.

Anerkennung für alle Teilnehmenden

Um das große Engagement aller beteiligten Studentinnen und Studenten zu würdigen, entschied der Kirchenvorstand St. Joseph spontan, sämtlichen Teilnehmenden des Wettbewerbs zusätzlich einen kleinen Anerkennungspreis zu überreichen.

Wertvolle Impulse für die nächsten Schritte

Die Gemeinde weist darauf hin, dass keiner der eingereichten Entwürfe eins zu eins als Bauplan umsetzbar ist. Die Ideen der Studierenden waren jedoch ein unschätzbarer Beitrag zur Diskussion über die Zukunft der Kirche St. Joseph: Sie helfen, die konkreten Raumbedarfe noch klarer zu definieren, und eröffnen neue Perspektiven. Auf dieser Basis prüft die Gemeinde nun, wie die nächsten Schritte aussehen können und welche Ideen in die weitere Planung einfließen.

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