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© Martin Webelhaus
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Großübung in Bonn: Katastrophenschutzkräfte trainierten Patientenversorgung und strategischen Patiententransport

Rund 500 Einsatzkräfte haben am Samstag, 27. Juni 2026, in Bonn trotz großer Hitze für den Ernstfall geübt. Im Mittelpunkt der großangelegten Katastrophenschutzübung standen die Versorgung einer größeren Zahl verletzter und erkrankter Menschen sowie deren Weitertransport in geeignete Krankenhäuser.

Von den Maltesern waren Kräfte aus Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Rhein-Erft-Kreis, Bergisch Gladbach, Kreis Soest und dem Märkischen Kreis beteiligt. Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bonner Krankenhäuser waren in ihren jeweiligen Kliniken eingebunden.

Malteser üben strategischen Patiententransport

Bei der Übung, die federführend durch die Bundesstadt Bonn geplant und durchgeführt wurde, arbeiteten Katastrophenschutzeinheiten der Hilfsorganisationen, das Technische Hilfswerk, Feuerwehr und Rettungsdienst eng zusammen. Das Übungsszenario ging von der Ankunft eines Lazarettzuges mit einer größeren Anzahl verletzter und erkrankter Personen im Stadtgebiet Bonn aus. Nach der Übernahme der Patientinnen und Patienten trainierten die Einsatzkräfte deren Sichtung, medizinische Erstversorgung und Weiterverteilung. Ziel war es, bewährte Strukturen und Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu überprüfen und das Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen weiter zu stärken.

Mit dabei auch ehrenamtliche Einsatzkräfte der Malteser aus Lippstadt und Menden. Sie waren als Teil der sogenannten Medizinischen Task Force (kurz MTF) mit zwei Krankentransportwagen vor Ort. Die MTF ist eine sanitätsdienstliche Einheit für den Zivilschutz und die bundeslandübergreifende Hilfe.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem sogenannten strategischen Patiententransport. Dieser kommt immer dann zum Einsatz, wenn Patientinnen und Patienten aus einem Schadensgebiet in andere Regionen verlegt werden müssen – etwa, um das dortige Gesundheitssystem zu entlasten und eine angemessene medizinische Versorgung sicherzustellen. Solche Lagen können beispielsweise durch Pandemien, Naturereignisse, Großschadensereignisse oder andere außergewöhnliche Krisensituationen entstehen.

Im Verlauf der Übung wurden unter anderem der Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes, die Übergabe von Patientinnen und Patienten an Rettungsmittel, der Transport durch Trägertrupps sowie die Koordination von Bereitstellungsräumen und Rettungsmittelhalteplätzen geübt. Auch die Einbindung überörtlicher Transportkomponenten war Bestandteil des Szenarios.

Auch Krankenhäuser waren in die Übung involviert. „Die Abläufe im Zusammenspiel mit den anderen Hilfsorganisationen zu trainieren, war eine wertvolle Erfahrung. Vor allem die Übergaben an die Notaufnahmen der Kliniken haben wir erstmalig als Teil der MTF erproben können“, schildert Peter Katze aus Lippstadt den neuen Erkenntnisgewinn.

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