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© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Gemeinsam Verantwortung für die Region übernehmen

Während seines Dialog- und Begegnungsformats „Amtssitzwechsel“ hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz am Donnerstag, 24. September 2026, in Witten mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren kommunalen Verantwortlichen über gemeinsame Zukunftsaufgaben im Westen des Erzbistums Paderborn gesprochen. Themen waren unter anderem der laufende Transformationsprozess, frühkindliche Bildung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Zukunft kirchlicher Gebäude.

An dem Gespräch nahmen auf kommunaler Seite Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda aus Herne, Bürgermeister Dirk Leistner aus Witten, Bürgermeister Hans-Günter Draht aus Wetter, Ralf Quardt, Bürgermeister der Stadt Hagen und Vertreter des Oberbürgermeisters, sowie die Herdecker Beigeordnete Bettina Bothe teil. Vonseiten des Erzbistums begleiteten Erzbischof Bentz außerdem Marcus Baumann-Gretza, Justiziar des Erzbistums, Benedikt Bohn, stellvertretender Leiter des Bereichs Schule und Hochschule, sowie Heike Meyer, Leiterin des Bereichs Kommunikation.

Neuaufbruch für die Kirche in der Region

Erzbischof Bentz informierte über den laufenden Bistumsprozess „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ und den Neuaufbruch, der damit für die katholische Kirche im Erzbistum Paderborn verbunden ist. Zum 1. Advent werden die neuen Seelsorgeräume errichtet. In der Region entstehen ein Seelsorgeraum für Hagen, Herdecke, Wetter und Witten sowie ein weiterer für Castrop-Rauxel, Herne und Wanne-Eickel.

Dabei machte der Erzbischof deutlich, dass die Veränderungen nicht allein eine Reaktion auf weniger Personal, Mitglieder und finanzielle Möglichkeiten sind. Der Bistumsprozess solle vielmehr Kräfte bündeln, neue Schwerpunkte ermöglichen und verlässliche kirchliche Präsenz für die Menschen sichern. Neben der notwendigen Konzentration gehe es deshalb ganz bewusst um Entwicklung und darum, Neues entstehen zu lassen.

„Wir müssen auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren. Aber unser Bistumsprozess ist mehr als die Organisation von Rückzug. Wir konzentrieren unsere Kräfte, um weiter verlässlich für die Menschen an möglichst vielen Orten da zu sein. Und um Freiräume für Neues zu schaffen. Es geht um einen Neuaufbruch und um die Frage: Wie wollen wir als Kirche in Zukunft präsent sein und das Evangelium verkünden?“, sagte Erzbischof Bentz.

Kirche und Kommunen vor gemeinsamen Zukunftsfragen

Die kommunalen Verantwortlichen machten deutlich, dass die katholischen Kindertageseinrichtungen vor Ort sehr geschätzt werden. Die Kirche sei für die Städte ein wichtiger Träger der frühkindlichen Bildung, dessen Engagement auch künftig ausdrücklich gewünscht sei. Katholische Kitas seien nicht nur Betreuungs- und Bildungsorte, sondern gehörten vielerorts selbstverständlich zum Leben in den Stadtteilen und Quartieren. Im Gespräch ging es deshalb auch darum, wie die Kirche und die Kommunen gemeinsam gute und verlässliche Perspektiven für die frühkindliche Bildung entwickeln können.

Ein weiteres Thema war die Zukunft kirchlicher Gebäude. Die Kirchen und andere kirchliche Immobilien sind vielerorts nicht nur für Gemeinden von Bedeutung, sondern prägen Stadtteile und Innenstädte und sind wichtige Identifikationsorte. Im Gespräch wurde dafür geworben, bei Veränderungen frühzeitig gemeinsam nach Perspektiven zu suchen. Dabei kamen auch neue Nutzungen und eine stärkere Öffnung kirchlicher Räume als Orte der Begegnung zur Sprache.

Darüber hinaus tauschten sich die Vertreter der Kommunen und des Erzbistums über gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Schutz der Demokratie aus. „Die Kirche ist nicht für sich selbst da. Sie gehört mitten ins Leben der Städte und will die Gesellschaft mitgestalten: als Glaubensort, mit unseren Diensten wie der Caritas und mit Menschen, die Verantwortung übernehmen. Dafür wollen wir ansprechbar bleiben und Räume offenhalten, in denen Menschen zusammenkommen“, betonte Erzbischof Bentz.

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