Auch wenn sich die Freizeitgestaltung verändert hat – die Grundidee, ein Ort für die Ideen und Anliegen der Jugend zu sein, bleibt. Doch die Herausforderungen sind komplexer geworden. Der schulische Druck ist höher, die Welt digitaler. „Wir sind heute hochgradig vernetzt, etwa durch die Schulsozialarbeit“, erklärt Duygu Kücükbicakci.
Aktuell ist die OT wieder eine Baustelle. Ein neuer Fahrstuhl wird installiert, um das Haus barrierefrei zu machen. Für Pfarrer Johannes Hammer ist das ein passendes Bild: „Es wird immer gebaut.“ Mit neuen Projekten wie der Aufsuchenden Jugendarbeit oder dem neu konstituierten Jugendrat bleibt das Haus in Bewegung.
Warum braucht es die OT heute mehr denn je? Weil sie ein Ort der Verlässlichkeit in einer unverbindlichen Welt ist. Weil Gemeinschaft nicht behauptet, sondern erlebt wird. Die Anbindung an St. Martinus ist dabei kein Korsett, sondern ein tragfähiges Netz. „Ohne die OT würde die Kirche ein entscheidendes Gesicht verlieren – das Gesicht einer Gemeinschaft, die bedingungslos für junge Menschen da ist“, schließt Johannes Hammer. In fünf Jahrzehnten hat die OT nicht nur Angebote geschaffen, sondern Biografien geprägt. „Das Wertvollste ist, dass wir ein Ort sind, an dem man nicht bewertet wird, dass wir da und greifbar sind“, resümiert Duygu Kücükbicakci.
Die zentrale Jubiläumsfeier am 11. Juli 2026 ist deshalb mehr als ein Geburtstag. Es ist ein Dankeschön an ein halbes Jahrhundert gelebte Freiheit. 50 Jahre OT Olpe – das sind Tausende Geschichten von Menschen, die hier einen Kompass gefunden haben.