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© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Erzbischof em. Hans-Josef Becker feiert Silbernes Bischofsjubiläum

Dankgottesdienst zum 25jährigen Bischofsjubiläum / Bischofsweihe am 23. Januar 2000 / Papst Franziskus und Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz gratulieren

Der Paderborner Erzbischof em. Hans-Josef Becker feierte am Sonntag, 16. Februar 2025, mit zahlreichen Gläubigen im Hohen Dom zu Paderborn zu seinem 25-jährigen Bischofsjubiläum einen Dankgottesdienst: Am 23. Januar 2000 hatte der aus Warstein-Belecke stammende Geistliche im Paderborner Dom die Bischofsweihe empfangen, um zunächst von 2000 bis 2003 als Weihbischof und dann bis 2022 als Erzbischof des Erzbistums Paderborn zu wirken. Sein Nachfolger Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz sowie der langjährige Generalvikar von Erzbischof em. Becker, Domdechant Apostolischer Protonotar Alfons Hardt, konzelebrierten im Dankgottesdienst. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz würdigte seinen Vorgänger in einem Grußwort als einen Bischof, „der viel zulassen konnte und Vertrauen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesetzt hat“. Glückwünsche aus Rom schickte Papst Franziskus dem emeritierten Paderborner Erzbischof in einem Brief, gute Wünsche sprach auch Paderborns Bürgermeister Michael Dreier aus.

© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Der Paderborner Erzbischof em. Hans-Josef Becker feierte am Sonntag, 16. Februar 2025, im Hohen Dom zu Paderborn zu seinem 25-jährigen Bischofsjubiläum einen Dankgottesdienst. Sein Nachfolger Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz (l.) sowie der langjährige Generalvikar von Erzbischof em. Becker, Domdechant Apostolischer Protonotar Alfons Hardt (r.), konzelebrierten. Am Altar wirkte zudem Diakon Rudolf Voß aus Delbrück (2.v.l.)

Erzbischof em. Hans-Josef Becker mahnte in seiner Predigt, dass der Tod und die Auferstehung Jesu der Grund der christlichen Hoffnung seien. Dem christlichen Glauben fehle ohne den Auferstehungs-Glauben die „Herzmitte“. Es sei eine „merkwürdige Tatsache“, dass auf der einen Seite die kuriosesten Vorstellungen von Seelenwanderung Zuspruch fänden, auf der anderen Seite bei vielen Menschen und sogar bei Kirchgängern der lebendige Glaube an die Auferstehung und das Leben bei Gott fehle. „Gebet, Gottesdienst werden bejaht und angenommen als Hilfe für eine humanere Lebensgestaltung, als Motivation für soziales Engagement und Nächstenliebe. Aber Auferstehung, die den ganzen Menschen umfasst, ist für viele zum belächelten Aberglauben geworden oder sie wird als nicht mehr zeitgemäße Anschauung abgelehnt“, diagnostizierte Erzbischof em. Hans-Josef Becker.

Glaube an Gott macht freier

„Ich weiß, dass mich der Glaube an Gott, an jenen Gott, der Tote erweckt, gelassener sein lässt in manchen Krisensituationen“, bekräftigte Erzbischof em. Hans-Josef Becker im Hinblick auf den christlichen Auferstehungsglauben. Durch den Glauben an Gott relativiere sich für ihn die menschliche Angst, zu kurz zu kommen, zu versäumen, was das irdische Leben alles zu bieten hat. „Ich fühle mich ein Stück freier und gelassener und kann mich intensiver freuen an dem, was mir Tag für Tag zukommt“, bekannte der emeritierte Paderborner Erzbischof. Der Glaube an Gott ermögliche es ihm, sich „ohne Hektik am Hier und Jetzt“ zu freuen. Und im Blick auf die Zukunft sagte Erzbischof em. Hans-Josef Becker: „Was noch aussteht, wird Gott ergänzen.“

© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
„Das Erzbistum Paderborn und ich persönlich sind Dir wirklich von Herzen dankbar. Wir wollen auf dem Weg der Ermöglichung weiterbauen an der Zukunft!“, würdigte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz seinen Vorgänger Erzbischof em. Hans-Josef Becker (l.) zu dessen Silbernen Bischofsjubiläum.

Dienst an der Wahrheit

„Beweisen“ – errechnen oder ableiten – lasse sich der Auferstehungsglaube nicht, erklärte Erzbischof em. Becker. Es gebe jedoch für diese Wahrheit bis heute eine Menge Zeugen in der Heilsgeschichte. Vieles spreche für die Glaubwürdigkeit der Auferstehung. „Der Chor derer, die lebend und sterbend diese Wahrheit bezeugen, ist zu groß, um einfach achtlos beiseitegeschoben zu werden“, betonte der emeritierte Paderborner Erzbischof. Zum Abschluss seiner Predigt freute sich Erzbischof em. Hans-Josef Becker im Blick auf sein silbernes Bischofsweihejubiläum: „Im Dienst dieser Wahrheit durfte ich 25 Jahre im bischöflichen Dienst wirken.“

Bischöfliche Hirtensorge als Ermöglichung

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz hob in seinem Grußwort zum 25jährigen Bischofsweihejubiläum von Erzbischof em. Hans-Josef Becker das zentrale Anliegen seines Vorgängers hervor, in der zunehmenden Segmentierung und Pluralisierung der Kirche die Einheit der verschiedensten Gruppierungen untereinander sowie die Einheit innerhalb der Weltkirche zu wahren. Der emeritierte Paderborner Erzbischof habe sich Offenheit für unterschiedliche Perspektiven gewahrt und eine Lernbereitschaft gezeigt, auch den eigenen Standpunkt in Frage stellen zu lassen. Das bischöfliche Wirken von Erzbischof em. Hans-Josef Becker sei von „guter Toleranz“ geprägt, unterstrich Erzbischof Dr. Bentz. „Bischöfliche Hirtensorge als Ermöglichung“ sei ein Aspekt des Wirkens des emeritierten Paderborner Erzbischofs. Zum Abschluss bekräftigte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz: „Das Erzbistum Paderborn und ich persönlich sind Dir wirklich von Herzen dankbar. Wir wollen auf diesem Weg der Ermöglichung – mit einem gediegenen Willen zur Weiterentwicklung und hoffentlich mit einem ähnlichen gelassenen Vertrauen auf Gottes Beistand – weiterbauen an der Zukunft!“

Papst: Evangelium und Menschlichkeit gestärkt

Papst Franziskus gratulierte Erzbischof em. Hans-Josef Becker bereits im Januar in einem Brief zum Silbernen Bischofsweihejubiläum. Mit „apostolischem Eifer“ habe der emeritierte Erzbischof von Paderborn in der heimatlichen Erzdiözese und Metropolitankirche gewirkt, schreibt der Heilige Vater. Papst Franziskus würdigt das „Zeugnis der Liebe“ von Erzbischof em. Hans-Josef Becker: Der Bischofsweihejubilar habe den Glauben, das Evangelium und die Menschlichkeit gestärkt, „indem er das Wort des Herrn verkündet und den Klerus sowie das Volk Gottes nach den Weisungen des Glaubens geprägt hat“. Abschließend erteilt Papst Franziskus Erzbischof em. Becker und den ihm Nahestehenden den Segen.

Enge und freundschaftliche Verbundenheit

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier gratulierte persönlich sowie im Namen der Stadt Paderborn. Er würdigte in seinem Grußwort die fachliche Kompetenz und das menschliche Einfühlungsvermögen von Erzbischof em. Hans-Josef Becker. Er dankte dem Bischofsweihejubilar für dessen „enge Beziehung zu den Bürgerinnen und Bürgern“, er sei ein „Erzbischof zum Anfassen“, dem das Schützenwesen am Herzen liege. „Ich danke Ihnen für Ihr Wirken im Erzbistum und in der Stadt Paderborn, für Ihre enge und freundschaftliche Verbundenheit“, unterstrich Bürgermeister Dreier und überreichte dem Emeritus eine von Egon Hüls gestaltete Urkunde.

Vita Erzbischof em. Hans-Josef Becker

Erzbischof em. Hans-Josef Becker war der 66. Bischof und der vierte Erzbischof von Paderborn. Er wurde als Nachfolger des 2002 verstorbenen Erzbischofs Johannes Joachim Kardinal Degenhardt am 28. September 2003 in sein Amt als Paderborner Erzbischof eingeführt. Das Leitwort von Erzbischof Hans-Josef Becker lautet „In verbo autem tuo“ – „Auf dein Wort hin“ (Lukas 5,5). Den im Sommer 2022 angebotenen Rücktritt von Erzbischof Hans-Josef Becker nahm Papst Franziskus am 1. Oktober 2022 an.

Hans-Josef Becker wurde am 8. Juni 1948 in Belecke / Warstein geboren. Nach seinem Abitur absolvierte er in Paderborn ein Lehramtsstudium für Grund- und Hauptschulen, das er 1972 mit der Zweiten Staatsprüfung abschloss. Anschließend studierte er in Paderborn und München Theologie und Philosophie. Am 11. Juni 1977 wurde er von Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Priester geweiht.

Seine erste Vikarstelle hatte Hans-Josef Becker von 1977 bis 1981 in der Paderborner St.-Bonifatius-Gemeinde. Ab 1981 war er in der Gemeinde St. Nikolaus in Lippstadt tätig – zunächst als Vikar, dann als Pfarrverwalter und ab 1987 als Pfarrer. 1992 wurde er zum Dechanten für das Dekanat Lippstadt gewählt.

1995 übernahm Hans-Josef Becker die Leitung der damaligen Zentralabteilung und des heutigen Bereiches Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn und wurde zeitgleich Wirklicher Geistlicher Rat. Papst Johannes Paul II. ernannte Hans-Josef Becker 1996 zum Päpstlichen Ehrenprälaten und 1999 zum Titularbischof von Vina und zum Weihbischof in Paderborn. Die Bischofsweihe erfolgte am 23. Januar 2000 im Paderborner Dom. In seiner Zeit als Weihbischof war Hans-Josef Becker zudem Bischofsvikar für die Priesterfortbildung.

2002 wurde Becker zum Domkapitular ernannt. Im selben Jahr wählte das Paderborner Metropolitankapitel ihn nach dem Tod von Kardinal Degenhardt zum Diözesanadministrator, 2003 dann zum Erzbischof von Paderborn, worauf die Ernennung durch Papst Johannes Paul II. folgte.

Der Souveräne Malteserorden ernannte Erzbischof Hans-Josef Becker 2004 zum Großkreuz-Ehrenkonventualkaplan. Im Jahr 2006 übernahm Erzbischof Hans-Josef Becker den Vorsitz der Kommission VII Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2012 war er zudem Ko-Präsident der Internationalen Dialogkommission der Katholischen Kirche und der Alt-Katholischen Bischofskonferenz der Utrechter Union. 2016 wurde er Prior der Rheinisch-Westfälischen Provinz des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Ein Beitrag von:
Pressereferent Team Presse

Thomas Throenle

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