Ist Glaube, ist Religion human – oder inhuman? In dieser Frage spiegelt sich die Ambivalenz der Erfahrungen wider, die Menschen mit Glaube und Religion machen und machen können. Viele Menschen erleben Religion als stützende und schützende, als befreiende, sinn- und gemeinschaftsstiftende Kraft in ihrem persönlichen Leben – aber auch als humanisierende Kraft in den Gesellschaften, in denen sie leben. Dem stehen andere Erfahrungen gegenüber: Mitunter spielt Religion auch eine unheilvolle Rolle. Glaube und Religion können Deutungs- und Handlungsmuster legitimieren, die Menschen dehumanisieren. Sie können Allianzen mit Kräften und Tendenzen eingehen, die Menschen zum Objekt machen und der Gefahr von Gewalt aussetzen.
Die Montagsakademie des Wintersemesters 2026/27 spürt diesen Ambivalenzen des Religiösen nach und fragt zugleich nach Möglichkeiten des Umgangs damit. Die Vorlesungen haben zum Ziel…
… Licht und Schatten in der Religion – sowie die zahlreichen Grautöne und Schattierungen dazwischen – zu benennen und zu beschreiben.
…Maßstäbe und Strategien zu entwickeln, wie das humanisierende Potential des Religiösen zur Geltung gebracht und umgekehrt seine Gefahren erkannt und eingehegt werden können.
Die Vorlesungen der Montagsakademie finden im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn (Liboristraße 6) statt. Der Eintritt ist kostenfrei und man muss sich nicht anmelden. Die Vorträge können aber auch live über den YouTube-Kanal der Fakultät verfolgt oder im Nachhinein in der Mediathek abgerufen werden. Klicken Sie dazu auf der Internetseite der Fakultät https://www.thf-paderborn.de/oeffentlichkeit/montagsakademie/ auf die Buttons Livestream oder Mediathek .