Philipp Leweling bewarb sich nach der Schule um die BfD-Stelle, um die Zeit zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn zu überbrücken. Ein Jahr Pause kam für ihn nicht in Frage. „Ich tue gern etwas Sinnvolles. Außerdem hat meine Oma mir soviel von diesem Haus erzählt, auch sie hat sich hier ehrenamtlich engagiert. Deshalb habe ich mich entschieden, hier ein Jahr Freiwilligendienst zu machen.“ Neben Hausmeistertätigkeiten war Philipp im Sozialen Dienst eingesetzt. „Gruppenangebote für die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses benötigen oft die Unterstützung der Freiwilligen, wenn einzelne Fachkräfte im Urlaub oder krank sind. Die älteren Menschen freuen sich auch über den Kontakt zu uns Jugendlichen.“
Über 85.000 Menschen absolvieren jährlich einen der Freiwilligendienste, die meisten davon sind junge Leute. Doch gerade ab Herbst dieses Jahres haben viele Einrichtungen in NRW Schwierigkeiten, ihre Stellen zu besetzen – durch die Veränderung der gymnasialen Oberstufe von G8 zurück zur neunjährigen Sekundarstufe legen dieses Jahr deutlich weniger junge Menschen das Abitur ab. „Ich würde einen solchen Freiwilligendienst jedem jungen Menschen empfehlen“, sagt Philipp. „Ich habe so viele Erfahrungen gesammelt, ganz unterschiedliche Menschen kennen gelernt. Ich glaube, ich nehme sehr viel mit aus der Zeit.“