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© Pueri Cantores Deutschland / Oliver Sold
© Pueri Cantores Deutschland / Oliver Sold

75 Jahre Deutscher Chorverband Pueri Cantores Junge Stimmen, lebendiger Glaube, weltweite Gemeinschaft

Der katholische Kinder- und Jugendchorverband feiert sein Jubiläum mit vielen dezentralen Aktionen

Köln, 23. August 2026 – Der Deutsche Chorverband Pueri Cantores feiert heute sein 75-jähriges Bestehen. Was im Jahr 1951 mit der formellen Gründungsgenehmigung durch die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) seinen Anfang nahm, ist heute mit über 19.000 Sängerinnen und Sängern eine der wesentlichen Säulen der kirchenmusikalischen Tradition und der christlichen Kinder- und Jugendbildung in Deutschland. Der Verband begeht das Jubiläumsjahr unter dem Leitspruch: „75 Jahre Deutscher Chorverband Pueri Cantores – Junge Stimmen, lebendiger Glaube, weltweite Gemeinschaft“.

Dezentrales Jubiläum und weltweite Vernetzung

Das 75-jährige Jubiläum wird bewusst nicht auf einen einzigen Festakt an einem zentralen Ort verdichtet, sondern erstreckt sich mit facettenreichen Aktionen über die kommenden Monate. Die Mitgliedschöre sind eingeladen, sich durch vielfältige Formate – von internationalen Begegnungen über lokale Friedensgebete im November 2026 bis hin zu Social-Media-Aktionen – an den Feierlichkeiten zu beteiligen.

Den feierlichen Auftakt des Jubiläumsjahres bildet das Chorfestival für Mädchen- und gleichstimmig singende Chöre in Bamberg, vom 18. bis 20. September 2026.

Seit 75 Jahren ist Pueri Cantores ein Resonanzraum für den Glauben. Wir bilden nicht nur Stimmen aus, wir formen Haltungen. Unter unserem Leitwort ‚Junge Stimmen, lebendiger Glaube, weltweite Gemeinschaft‘ ist uns dieses Jubiläum eine Verpflichtung, den Schatz der katholischen Kirchenmusik länderübergreifend in eine neue Generation zu tragen.

Elisabeth Lehmann-Dronke, Präsidentin des Deutschen Chorverbands Pueri Cantores e. V.

Historischer Kontext: Vom Friedensprojekt zur festen Institution

Die Geschichte des deutschen Nationalverbands ist tief in der kirchlichen Erneuerung und der Völkerverständigung unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg verwurzelt. Als die deutschen Bischöfe auf ihrer Herbstvollversammlung 1951 die Erlaubnis zur Etablierung nationaler Strukturen erteilten, schloss sich das Land einer weitreichenden internationalen Bewegung an. Der Weltverband Internationale Vereinigung der Pueri Cantores (FIPC), der wenige Jahre zuvor in Frankreich ins Leben gerufen worden war, verfolgte die Vision, den Frieden in einem vom Krieg geprägten Europa durch den gemeinsamen Chorgesang von Kindern und Jugendlichen zu stärken und Gott zu loben.

Eine lebendige Bilanz: 20.000 junge Stimmen

Heute bestehen die Pueri Cantores Deutschland als ein tragfähiges Netzwerk, das den Glauben klangvoll in die Gesellschaft hineinträgt. Die Bilanz im Jubiläumsjahr zeugt von der ungebrochenen Relevanz der kirchenmusikalischen Jugendarbeit:

Knapp 500 Knaben-, Mädchen- und Jugendchöre sowie Scholen bilden mit insgesamt etwa 20.000 Sängerinnen und Sängern den Nationalverband. Die Chöre setzten sich aus mehr- und gleichstimmigen Chören aller Altersstufen zusammen: Diese Chöre sind Orte gelebter Gemeinschaft und spiritueller Prägung.

Um diesen Austausch zu fördern und Freundschaften zu stärken, treffen regelmäßig mehrere Tausend Sängerinnen und Sänger auf nationalen und internationalen Festivals aufeinander – über 40 seit 1947. Zuletzt war dies im Juli 2025 in München der Fall.

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