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© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Pilgerweg zur „Trösterin der Betrübten“ in Verne

Glaubensvertiefung bei der 263. Paderborner Stadtwallfahrt am 5. Juli 2026 / Generalvikar Thomas Dornseifer leitet Pilgergruppe aus Paderborn

Das in Verne als „Trösterin der Betrübten“ verehrte Gnadenbild der Muttergottes leitet zum Fest der Heimsuchung Mariens seit mehr als 260 Jahren Pilgerinnen und Pilger mit der Paderborner Stadtwallfahrt in den ältesten lebendigen Marienwallfahrtsort in Deutschland. Unter der Führung von Generalvikar Thomas Dornseifer startet die Pilgerschar der 263. Paderborner Stadtwallfahrt am Sonntag, 5. Juli 2026, am Paradiesportal des Paderborner Domes um 5.30 Uhr in Richtung Verne. Die 1763 von Bischof Wilhelm Anton von Asseburg initiierte Wallfahrt aller Paderborner Kirchengemeinden führt über die traditionelle Wegstrecke in den Ortsteil der Stadt Salzkotten, wo 2022 das 850-jährige Jubiläum der Verner Wallfahrt gefeiert wurde. Die Teilnehmenden der Paderborner Stadtwallfahrt vertiefen mit ihrer Wallfahrt ihren Glauben, ehren die Muttergottes und erbitten deren Hilfe in den kleinen und großen Sorgen des Lebens.

Die Paderborner Stadtwallfahrt nach Verne sei eine Möglichkeit, „unseren Dank, aber auch unsere persönlichen Bitten, Nöte und Sorgen im wissenden Vertrauen vor Maria zu bringen, dass sie bei ihrem Sohn für uns eintritt“, unterstreicht Generalvikar Thomas Dornseifer. Die Gottesmutter begleite jeden einzelnen Menschen auf seinem Lebensweg, sei zudem Fürsprecherin für die ganze Erzdiözese Paderborn, bekräftigt der Generalvikar von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Die Gottesmutter Maria kenne und segne die Wege von einzelnen Menschen sowie aller Menschen im Erzbistum Paderborn. „In dieser Zuversicht laden wir Sie herzlich ein, mit uns nach Verne zu wallfahren.“ Christen seien aufgerufen, ihren Glauben zu vertiefen, zu feiern und zu bekennen, erklärt Generalvikar Thomas Dornseifer. Der Generalvikar des Paderborner Erzbischofs ist überzeugt: „Die Paderborner Stadtwallfahrt mit der Weggemeinschaft der Pilgerinnen und Pilger, dem Gottesdienst, der Begegnung mit sich, mit anderen und mit Gott sei eine gute und wertvolle Gelegenheit der Glaubensvertiefung.“

Liebgewordene Tradition

Für Generalvikar Thomas Dornseifer ist die 263. Paderborner Stadtwallfahrt am 5. Juli 2026 eine liebgewordene Tradition: Mehrfach schon ist er in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Pilgerinnen und Pilgern der Paderborner Stadtwallfahrt den Weg nach Verne zur Muttergottes gegangen. Im Sauerland geboren, habe er als Kind und Jugendlicher an örtlichen Wallfahrten teilgenommen, erinnert sich Generalvikar Dornseifer. „Mir bedeutet die Wallfahrt nach Verne mittlerweile viel. Verne ist mit seiner Kirche und dem Gnadenbild für mich zu einem Ort der Begegnung und Anbetung geworden. Vor dem Gnadenbild der Gottesmutter kann ich zur Ruhe kommen und beten“, unterstreicht Generalvikar Dornseifer. Auf der 15 Kilometer langen Strecke der Paderborner Stadtwallfahrt schätze er das gemeinsame Gehen und Beten, das Schweigen, aber auch den Austausch.

Paderborner Stadtwallfahrt konkret

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Paderborner Stadtwallfahrt treffen sich am Sonntagmorgen, 5. Juli 2026, um 5.30 Uhr am Paradiesportal des Hohen Domes zu Paderborn. Von dort ziehen sie zu Fuß nach Verne, wo um 10.30 Uhr Generalvikar Thomas Dornseifer das Festhochamt in der Pfarrkirche St. Bartholomäus feiert. Die Pilger werden zuvor vom Verner Wallfahrtsseelsorger Pfarrer Werner Beule am Stein „Dreihochwürden“ begrüßt. Die Verner Musikkapelle, Messdiener, Kommunionkinder und Schützen begleiten die Pilgernden dann zur Kirche. Die Predigt im Gottesdienst hält Pater Klaus Scheppe OFM. Um 13 Uhr findet die Schlussandacht mit sakramentalem Segen in der Kirche statt. Anschließend besteht für die Paderborner Pilgerinnen und Pilger die Möglichkeit, mit dem Bus nach Paderborn zurückzufahren.

Stadtwallfahrt seit 1763

Die traditionelle Paderborner Stadtwallfahrt nach Verne findet seit 1763 jedes Jahr am ersten Juli-Sonntag statt. Anlass ist das Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli, das die Katholische Kirche an diesem Tag feiert. Die Wallfahrt zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ in Verne bietet Gelegenheit, gemeinsam in den Anliegen der Kirche und der Welt zu beten. Bischof Wilhelm Anton von Asseburg hatte 1763 die Wallfahrt eingeführt, um die Muttergottes zu ehren und um ihre Hilfe und ihren Trost zu erbitten.

Wegstrecke

Die Wallfahrt startet für alle Pilger um 5.30 Uhr am Paradiesportal des Paderborner Domes. Sie nimmt dann folgenden Weg: Westernstraße, Riemekestraße, Überquerung des Heinz-Nixdorf-Ringes, Almehof, Am Almerfeld, Scharmeder Stadtweg und ab Alte Schanze an Haus Widey vorbei weiter Richtung Verne.

Unterwegs werden drei kurze Stationen gehalten: in der Nähe der Autobahn bei der Wegkreuzung hinter Syrings Hof (circa 6.10 Uhr), bei der Alten Schanze (circa 7.15 Uhr; Frühstückspause) und beim Hof Sänger, kurz vor Salzkotten (circa 8.45 Uhr). Wer nicht die ganze Wegstrecke mitgehen kann oder möchte, kann sich der Prozession auch unterwegs anschließen.

Hintergrund: Mariä Heimsuchung

Am Fest „Mariä Heimsuchung“ gedenkt die Kirche des Ereignisses, das im Lukas-Evangelium berichtet wird (Lk 1,39-56): Maria macht sich nach der Verkündigung der Geburt Jesu auf den Weg, um ihre Verwandte Elisabeth zu besuchen – deshalb „Heimsuchung“. Elisabeth ist selbst schwanger, sie trägt den späteren „Johannes den Täufer“ unter ihrem Herzen. Sie begrüßt Maria mit den Worten „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“. Im Anschluss spricht Maria das berühmte Loblied, das Magnifikat. Der deutsche Regionalkalender legt fest, dass das Fest „Mariä Heimsuchung“ am 2. Juli gefeiert wird.

Lebendige Marienwallfahrt in Verne

Die Wallfahrt in Verne wurde im Jahr 1171 im Zusammenhang mit der Wallfahrt des Ritters Wilhard von Vernede ins Heilige Land begründet. Dieses Gründungsjahr macht Verne zum wohl ältesten lebendigen Marienwallfahrtsort in Deutschland. Die Feier des 850-jährigen Wallfahrtsjubiläums wurde aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr in das Jahr 2022 verschoben.

„Unsere Marienwallfahrt in Verne ist Ausdruck der Volksfrömmigkeit und wird vom Erzbistum Paderborn sehr gefördert, von den Anfängen bis in die Gegenwart“, erklärt Pastor Werner Beule, Wallfahrtsseelsorger im Pastoralverbund Salzkotten, zu dem die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Bartholomäus in Verne gehört. Das Zentrum der Wallfahrt bildet das Gnadenbild „Unsere Lieben Frau von Verne, Trösterin der Betrübten“, eine um das Jahr 1220 aus Eichenholz geschnitzte Figur.

Ein Beitrag von:
Pressereferent Team Presse

Thomas Throenle

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