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© Torychemistry / Shutterstock.com
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Glaube wird handfest

Da wird geknotet, gegraben, gesungen und gelaufen. Annkathrin Taddays WDR-Morgenandachten bleiben nah am Alltag. Es geht um Schmerz, Durchhalten und Miteinander. Nichts ist glatt, alles hat Erde, Schweiß und Stimme. Glaube wird handfest, als Knoten, Dreck und Atem bis zum Ziel.

Kreuze binden

Aus einer Schnur für Notfälle wächst ein kleines Kreuz. Knoten für Knoten wird aus Belastbarem ein stilles Gebet. Da sind Trauer, Krankheit und Einsamkeit nicht weit weg. Da arbeiten Hände weiter, wenn Worte fehlen. Fastenzeit kann auch heißen: hoffen lernen mit jedem Knoten.

Licht aus, Spot an

700 Stimmen füllen eine Arena. Auf der Bühne steht keine leichte Geschichte. Sieben Worte vom Kreuz treffen auf Licht, Klang und offene Nerven. Da wird aus Leid kein schöner Satz, sondern ein gemeinsamer Atem. Und mitten drin sucht eine alte Botschaft ihren Platz im Heute.

Mein Ostergarten

Erde unter den Fingern, Trauer im Rücken, Ostern noch in der Luft. Im Garten wird gewühlt, geschnitten und losgelassen. Zwischen dunkler Erde und geschlossenen Knospen liegt mehr Wahrheit als in mancher Sonntagsrede. Der Tod steht nicht nur in der Kirche, sondern auch im Beet. Und plötzlich riecht Auferstehung nach Erde, Schweiß und Waschmaschine.

Gib nicht auf!

Im Wald schnauft es plötzlich im Nacken. Leuchtende Laufschuhe, Sportdeo und der Blick auf die Uhr ziehen vorbei. Rund um den Hermannslauf liegt mehr in der Luft als Wettkampf. Da geht es ums Durchhalten, Anfeuern und Nicht-allein-Laufen. Manchmal beginnt Glaube mit einem Satz am Wegesrand: Du schaffst das.

Kuckuck und Esel

Kuckuck und Esel liefern sich ein Duell zur schönen Maienzeit. Jeder kräht, jeder i-aht, jeder hält sich für den Star. Klingt vertraut, auch jenseits des Kinderlieds. Doch manchmal wird aus zwei sturen Stimmen ein Lied, das trägt. Und plötzlich klingt Miteinander besser als jedes Rechthaben.

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