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© Anna-Sophie Meyer / Erzbistum Paderborn
© Anna-Sophie Meyer / Erzbistum Paderborn

Maria nimmt alle freundlich bei sich auf!

Ob Kinderwallfahrt, Treckerwallfahrt, Portugiesenwallfahrt, die Wallfahrt der Strafgefangenen oder einfach so: Die Marienwallfahrt in Werl ist jedes Jahr Ziel vieler Menschen auf der Suche nach Sinn und Erfüllung

Dass die Madonna kunstgeschichtlich noch besser erforscht ist, erfreut das Wallfahrtsteam in Werl. „Und doch liegt die Bedeutung nicht im Alter der Madonna, sondern darin, was sie in den Menschen auslöst“, sagt Monsignore Best. Seit 1661 pilgern die Menschen zur „Trösterin der Betrübten“ nach Werl, um ihre Sorgen und Nöte, gleichzeitig auch ihren Dank und ihre Hoffnung vor das Gnadenbild zu bringen – und sie tun es bis heute.

Das liegt auch am einfallsreichen Wirken des Wallfahrtsteams um den neuen Wallfahrtsleiter Pastor Bernd Haase, das die Aktivitäten ständig weiterentwickelt. Zu den traditionellen Wallfahrten wie derjenigen der Portugiesen am Fatima-Sonntag kommen neue Formate hinzu. Allein unter den Fahrzeugwallfahrten gibt es mittlerweile mit „Velo Maria“ eine Fahrradwallfahrt, mit „Moto Maria“ eine Motorradwallfahrt, eine Oldtimerwallfahrt, eine Treckerwallfahrt und sogar eine Bobbycar-Wallfahrt. Auch lädt Werl wallfahrende Erstkommunionkinder und Firmlinge und sogar Strafgefangene ein.

Ein Kraftort im Kirchenraum

„Die Wallfahrt der Strafgefangenen begann mit der Überlegung, das Gnadenbild zu den Menschen zu bringen, die nicht zu uns kommen können“, erinnert sich Dr. Best. „Also gingen wir mit dem Gnadenbild ins Werler Gefängnis.“ Tatsächlich gelang es daraufhin, die Justizbehörden von einer Gefangenenwallfahrt zu überzeugen. Schon die Sicherstellung der Bewachung ist ein logistisches Großprojekt. „Dafür war die Wallfahrt ein tiefes Erlebnis für alle: die Strafgefangenen, die Justizbeamtinnen und -beamten sowie das Wallfahrtsteam“, erinnert sich Dr. Best. „Für einen der Teilnehmer war es das Größte, auch als Gefangener trotz seiner Fehler aufrecht durch das Hauptportal in die Kirche einzuziehen und nicht verschämt durch den Nebeneingang.“ Maria nimmt alle Menschen freundlich bei sich auf.

Der Wallfahrtsort Werl ist aber nicht nur marianisch geprägt. Kapuziner und Franziskaner übten als Wallfahrtsseelsorger jahrhundertelang großen Einfluss aus. Daran erinnert in Werl der 2022 eröffnete Franziskusweg. Das Jahr 2025 stand im Zeichen von 800 Jahren Sonnengesang, und im Jahr 2026 lädt Werl dazu ein, mit dem 800. Todestag des heiligen Franziskus ein weiteres großes franziskanisches Jubiläum zu begehen. Werl ist immer eine Wallfahrt wert!

Das Werler Gnadenbild

Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Ort.

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