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Libori

Der Termin des Libori-Festes ändert sich zwar je nach Wochentag des 23. Juli, des Todestags des hl. Liborius. Der Ablauf bleibt jedoch stets gleich. Hier eine Übersicht:

  • Eröffnung der Libori-Woche am Samstag: Das Libori-Fest wird stets an einem Samstag eröffnet: Um 15 Uhr werden im Hohen Dom die Reliquien des hl. Liborius feierlich erhoben, wozu der Libori-Tusch erklingt. Es folgt eine Pontifikalvesper.
  • Sonntag, Hochfest des hl. Liborius: Am darauffolgenden Sonntag wird das Hochfest des hl. Liborius begangen. Der Erzbischof von Paderborn feiert in Konzelebration mit allen anwesenden Bischöfen ein Pontifikalamt im Hohen Dom (9 Uhr). Es folgt die Prozession mit dem Reliquienschrein durch die Stadt.
  • Der Montag ist „Tag der Frauen“. An diesem Tag wird im Hohen Dom ein Pontifikalamt mit den französischen Gästen gefeiert, dem in der Regel der Bischof von Le Mans vorsteht (9 Uhr). Um 11 Uhr folgt das Pontifikalamt mit den Frauen.
  • Der Dienstag ist „Tag des Landvolkes“. Neben einem Pontifikalamt um 9 Uhr wird an diesem Tag um 11 Uhr ein Pontifikalamt mit dem Landvolk gefeiert. Um 17 Uhr endet mit einer Schlussfeier das sogenannte Libori-Triduum, jene Tage des Libori-Festes, während denen die Reliquien des Heiligen im goldenen Schrein zur Verehrung ausgestellt sind. Der Schrein wird in einer Prozession über den Domplatz getragen; dann werden die Reliquien des hl. Liborius in der Krypta beigesetzt.
  • Am Mittwoch, dem Tag der Orden, Missionarinnen und Missionare, wird im Hohen Dom um 11 Uhr ein Pontifikalamt mit den Ordensleuten und Missionaren gefeiert.
  • Donnerstag ist der Tag der älteren Generation. Mit den Senioren wird ebenfalls um 11 Uhr ein Pontifikalamt gefeiert.
  • Freitag steht im Zeichen der Kinder und Jugendlichen. Um 11 Uhr wird ein Pontifikalamt mit den Ministrantinnen und Ministranten gefeiert, um 18 Uhr mit den Jugendlichen.
  • Samstag ist der Tag der Caritas. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas feiern um 11 Uhr ein Pontifikalamt.
  • Sonntag werden am Tag der Familie insbesondere die Familien in den Blick genommen. Um 10 Uhr feiern sie im Hohen Dom ein Pontifikalamt.

Der heilige Liborius

Die Verehrung des hl. Liborius in der Neuzeit

Zu einem Kultaufschwung trug das Schicksal der Paderborner Liboriusreliquien in den Wirren des 30-jährigen Krieges bei: 1622 eroberte der protestantische Herzog Christian von Braunschweig auf der Suche nach einem Winterquartier die Stadt Paderborn. Dabei plünderte er den Domschatz, auch den Schrein mit den Reliquien des hl. Liborius. Auf einem Feldzug, der ihn nach Elsass-Lothringen führte, verkaufte er den Schrein an den Rheingrafen Philipp Otto, der ihn auf das Schloss seiner katholischen Gemahlin nach Nancy bringen ließ. Als das Paderborner Domkapitel den Aufenthaltsort der Reliquien erfuhr, gelang es ihm, den Schrein zurückzukaufen. 1627 konnten die Reliquien wieder im Hochaltar des Domes beigesetzt werden. Der Silberschmied Hans Krako hatte zu diesem Anlass einen neuen kostbaren Schrein für die Reliquien gefertigt, der bis heute bei den Libori-Prozessionen durch Paderborn mitgeführt wird.

Auch kirchenpolitisch erlangte die Liboriusverehrung große Bedeutung: Als die Friedensverhandlungen zur Beendigung des 30-jährigen Krieges geführt wurden, fürchtete man in Paderborn, das Bistum könnte aufgelöst und Hessen zugeschlagen werden. Das Domkapitel bat daraufhin das Domkapitel von Le Mans, sich beim französischen König Ludwig XIV. für den Erhalt des Bistums einzusetzen. Tatsächlich stellte der König 1647 eine Protektionsurkunde aus, was den Bestand des Bistums sicherte. So hatte sich der Bund zwischen Le Mans und Paderborn erneut bewährt.

Nach dem 30-jährigen Krieg entstanden im 17. und 18. Jahrhundert neue Kapellen, Bildstöcke und Statuen zu Ehren des Diözesanpatrons: in Lothringen, in Bonn und Münster sowie im fernen Italien.

Liborius – weltweit

Hier finden Sie Informationen zur Person der hl. Liborius in den folgenden Sprachen:
Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch, Maltesisch, Tschechisch, Russisch und Kroatisch.

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