Jedes der sechs Kinder, die zum Bauernhof gekommen waren, widmeten sich einem Tag der Schöpfung. „Ich zeige Licht, damit wir sehen, wie schön die Welt ist“, lautete die erste Botschaft, die an die lebensgroße Wand gesteckt wurde, die das Bild einer Naturidylle zeigte. Weitere Botschaften folgten. Nachdem Anton als letztes Kind seine Botschaft „Ich zeige die Sterne, damit wir sehen, wie großartig Gott ist“ angebracht hatte, blieb nur noch die Botschaft des siebten Tages übrig: „Ich zeige Stille – damit wir sehen, dass wir uns auch mal ausruhen sollen“, trug Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die letzte der sieben Botschaften vor.
Aus Staunen wächst Verantwortung
Nachdem sich die Kinder vergegenwärtigten, was Gott alles geschaffen hat, war der Gang durch die Stallungen des Jugendbauernhofs umso bedeutungsvoller. Zwischen Lämmern, Ziegen, Rindern, Schweinen und Hühnern wurde schnell klar: „Gott hat alles wunderbar gemacht“. Mit diesen Worten überschreibt Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz auch sein Vorwort im neuen Geschichten- und Mitmachbuch. „Die Schöpfung ist wunderschön – mit sauberen Flüssen, frischer Luft und vielen Pflanzen und Tieren. Aber sie ist auch empfindlich, wenn es ihr schlecht geht, merken wir das.“ Dass der Umgang mit der Schöpfung Verantwortung voraussetzt, lernen die Kinder auf dem Jugendbauernhof tagtäglich, erklärte Heinrich Lammers. „Auf dem Jugendbauernhof geht es in erster Linie um die Beziehung zwischen Tieren, Pflanzen und den Menschen“, verdeutlichte Lammers.
Das Wissen um diese Beziehung und ihre große Bedeutung soll auch durch das neue Buch „Wir entdecken die Schöpfung“ vermittelt werden, betonte Monsignore Georg Austen. „Das Bonifatiuswerk schenkt Tieren mit dem Aktionstag „Tiere der Bibel“ schon seit 2010 regelmäßig große Aufmerksamkeit. Kinder und Jugendliche sollen Tiere und das Werk der Schöpfung erleben – und das nicht nur am Handy oder am Computer. Die Schöpfung lässt uns oft staunen, umso wichtiger ist es, sie zu bewahren“, fasste Monsignore Austen zusammen. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zeigte sich zuversichtlich: „Aus Staunen wächst Verantwortung und ich hoffe, dass dieses Buch Menschen zum Stauen bringt – zum Staunen über die Schöpfung und letztlich zum Staunen über Gott.“