In der St.-Franziskus-Schule Olpe, im Flur neben dem Sekretariat, hängt eine Statue des Heiligen Josef. In dessen Armen wohlgeborgen das Schulgebäude. Die Franziskanerinnen der ewigen Anbetung zu Olpe gaben die Figur 1948 bei der Kölner Bildhauerwerkstatt Rautzenberg in Auftrag: Als Dank dafür, dass ihr Schulgebäude relativ unbeschadet geblieben war und sie den Unterricht wieder aufnehmen konnten. Als Dank für das Ende der Nazi-Diktatur.
Heute ist die St.-Franziskus-Schule das Zuhause von über 1000 Schülerinnen und Schülern. Christoph Scheppe, Lehrer für Deutsch und katholische Religion, ist auch für die Schulentwicklung verantwortlich. Ein neuer Schwerpunkt der Arbeit soll die Demokratiebildung sein. „Dass 1945 konfessionelle Schulen als erste wieder aufmachen durften, kann als Leuchtturm verstanden werden. Als Zeichen der Hoffnung, aber auch der Mahnung“, sagt er und lenkt den Blick auf den Gotteszusatz in der Präambel des Grundgesetzes als eine bewusste Entscheidung und die Verankerung der Menschenrechte als unverletzliche Grundlage der Verfassung.