Vertrauen und Zeugnis als bleibende Berufung
Die bleibende Berufung aller Menschen im geweihten Leben liege darin, „Vertrauen ins Morgen zu wagen und davon Zeugnis zu geben“, bekräftigte Weihbischof Matthias König. Es komme darauf an, auf das Gründungs-Charisma der eigenen Gemeinschaft zu schauen, rief Weihbischof König den Ordens-Schwestern, -Brüdern und -Patres im Gottesdienst zu. Allerdings sei es in den westlichen Breiten immer schwerer, Vertrauen zu wagen, denn vieles gehe zu Ende, was früher einmal geblüht habe. Als Weihbischof und Bischofsvikar für die Aufgaben der Weltkirche und Weltmission sowie für Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften des apostolischen Lebens sei er jedoch davon überzeugt, „wenn irgendwo etwas endet, beginnt woanders etwas Neues“ – dies könne auch Mut machen.
Gründungs-Charisma vergegenwärtigen
Mit ihrem Gründungs-Charisma habe jede einzelne Ordensgemeinschaft in einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort aus dem christlichen Glauben heraus auf Herausforderungen geantwortet, habe aus dem Glauben Orientierung geboten und durch konkretes Handeln, Arbeiten und Beten gewirkt, vertiefte Weihbischof König. Dieses Gründungs-Charisma habe ausgestrahlt und inspiriert, andere angesteckt und zum Mitgehen motiviert. Weihbischof König lud die Ordens-Christen und Missionarinnen und Missionare dazu ein, das eigene Gründungs-Charisma zu erforschen und lebendig zu halten: „An welchen Ort stellt uns Gott heute, wie können wir unser Gründungs-Charisma vergegenwärtigen?“.
„Vertrauen leben!“
Inspiriert vom Leitwort des Libori-Festes bekräftigte Weihbischof Matthias König zum Abschluss seiner Predigt: „Durch alle Jahrhunderte der christlichen Glaubensgeschichte war es das Kennzeichen der Jünger Jesu: Im Vertrauen auf den Herrn nach vorne zu schauen und den nächsten Schritt zu wagen. Gerade darin können Sie, liebe Schwestern und Brüder, anderen ein Vorbild sein und bleiben. Ihre, unsere Berufung ist es, Vertrauen ins Morgen zu haben und zu leben!“
Internationales Pontifikalamt
Ordensfrauen und Ordensmänner, Missionarinnen und Missionare aus dem Erzbistum Paderborn, die in der Weltkirche wirken, aber auch Missionare, die aus der Weltkirche kommend im Erzbistum Paderborn im Einsatz sind, feierten den Gottesdienst mit und verliehen ihm ein internationales Flair. Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Muttersprachlichen Gemeinden im Erzbistum Paderborn feierten den Gottesdienst ebenfalls mit.
Der Vorstand der Paderborner Ordenskonferenz (POK) hatte den Gottesdienst gemeinsam mit dem Ordensreferat im Erzbischöflichen Generalvikariat vorbereitet. Eine Schola aus Ordenschristen gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Schwester Theresita aus dem Bergkloster Bestwig leitete die Schola.