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© Hans Blossey / luftbild-blossey.de
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Recht, Ausgleich und Gerechtigkeit im kirchlichen Dienst

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Offizial Markus Stadermann übergeben Ernennungsurkunden an Richter des kirchlichen Arbeitsgerichts sowie Vorsitzende und Beisitzer der Einigungsstelle für das Erzbistum Paderborn

„Sie übernehmen ein Amt, das viel Fachwissen verlangt, aber ebenso Charakter und eine geistliche Haltung. Ihr Dienst ist ein wichtiger Beitrag zum Frieden und zur Glaubwürdigkeit unserer Kirche.“ Das betonten Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Offizial Markus Stadermann bei der offiziellen Überreichung der Ernennungsurkunden an die Richterinnen und Richter des Kirchlichen Arbeitsgereichtes erster Instanz für das Erzbistum Paderborn sowie die Vorsitzenden und Beisitzenden der Einigungsstelle für das Erzbistum am Mittwoch-Abend, 7. Januar 2026, im Bildungs- und Tagungshaus Liborianum in Paderborn. In ihrer fünfjährigen Amtszeit übernehmen die Frauen und Männer bis zum 30. November 2030 durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit Verantwortung für Recht, Ausgleich und Gerechtigkeit im kirchlichen Dienst des Erzbistums Paderborn, stellen ihre Kompetenz und Expertise in den Dienst der Kirche und der Menschen, die in ihr beruflich arbeiten.

Der „Dritte Weg“ in den Fragen des Arbeitsrechts sei für die Kirche wertvoll, er entspreche dem Geist der Kirche, die so etwas umsetze, das im Evangelium gründe, unterstrich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. „Das eigene Verfahren im Arbeitsrecht ist für uns als Kirche kostbar und wertvoll.“ Meinungsverschiedenheiten, Streitigkeiten und Konflikte seien in einer Gemeinschaft nicht zu vermeiden, doch sei es gut, dass es in der Verantwortung der Kirche liege, diese in einer auf Ausgleich ausgerichteten Kultur, die sich am Evangelium orientiere, „gut“ zu lösen, erklärte der Paderborner Erzbischof. Erzbischof Dr. Bentz dankte den Richterinnen und Richtern, Vorsitzenden und Beisitzenden für ihren Dienst und ihren Beitrag zu dieser kirchlichen, geistlichen und synodalen Kultur. Mit einem Schmunzeln benannte er seinen Wunsch, dass die Frauen und Männer in ihrer fünfjährigen Amtszeit „nie als Gremium zusammenkommen müssen, da es für Sie in Sachen Streitigkeiten und Konflikte nichts zu tun gibt im Erzbistum Paderborn“.

Frieden und Gerechtigkeit

Anliegen und zugleich Verantwortung der Kirche sei es, Konflikte aus eigener geistlicher Kraft, mit Weisheit und Gerechtigkeit zu klären, erläuterte Offizial Markus Stadermann in seiner Ansprache. Dafür seien Menschen wichtig, die dazu in der Lage seien, zu unterscheiden, abzuwägen und gerecht zu urteilen. Rechtsprechung in der Kirche sei niemals Selbstzweck, sie diene nicht dem Sieg der einen Partei über die andere, vielmehr dem Frieden und der Gemeinschaft, bekräftigte der Offizial des Paderborner Erzbischofs. Weisheit, Verantwortung und das Bewusstsein, dass alle ein Teil eines größeren Ganzen sind, seien wesentlich.

„Das kirchliche Arbeitsgericht und die Einigungsstelle sind Orte, an denen Recht und Versöhnung einander begegnen sollen. Bei aller professionellen Anwendung des Rechts geht es hier nicht nur um Paragrafen und Verfahren, vielmehr um Menschen, ihre Würde, ihre Arbeit, ihre Berufung und ihre Konflikte“, führte Offizial Markus Stadermann aus. „Ihre Aufgabe wird es sein, zwischen unterschiedlichen Interessen abzuwägen und zu entscheiden – sachlich, unabhängig und gerecht. Dabei sind Sie aufgerufen, nicht Partei zu ergreifen, sondern Maß zu halten.“

Richterinnen und Richter

Beim Kirchlichen Arbeitsgericht erster Instanz für das Erzbistum Paderborn wirken mit: Johannes Jasper als Vorsitzender Richter, Dr. Julia Brandt als stellvertretende Vorsitzende Richterin. Beisitzende Richterinnen und Richter auf der Seite der Mitarbeitenden sind Silvia Kämper-Baldeau, Tanja Kraus, Claudia Kruse, Angela Kühle, Christine Prinz, Rafael Scholz. Richterinnen und Richter der Dienstgeberseite sind Dr. Ulrich Dickmann, Stefan Einecke, Heinz-Georg Eirund, Julia Kroker, Christian Prahl, Patrick Wilk. Birgit Röhrich leitet die Geschäftsstelle des Kirchlichen Arbeitsgerichts erster Instanz für das Erzbistum Paderborn.

Einigungsstelle für das Erzbistum Paderborn

Rechtsanwalt Christoph Schulte-Nölke ist Vorsitzender der Einigungsstelle für das Erzbistum Paderborn, Rechtsanwalt Karl Auffenberg ist der Stellvertretende Vorsitzende der Einigungsstelle. Als Listenbeisitzer der Dienstnehmerseite wirken Sascha Büssemeier und Jörg Dickgreber. Die Listenbeisitzer der Dienstgeberseite sind Detlef Müller und Jörn Pacholke. Birgit Röhrich leitet die Geschäftsstelle der Einigungsstelle für das Erzbistum Paderborn.

Ein Beitrag von:
Pressereferent Team Presse

Thomas Throenle

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