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© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn
© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn

Katholikentag in Würzburg endet mit Einladung nach Paderborn

Zum Abschluss des 104. Deutschen Katholikentags standen Hoffnung, Verantwortung und der Blick nach vorn im Mittelpunkt: Vom 24. bis 28. Mai 2028 sind die Stadt und das Erzbistum Paderborn erstmals Gastgebende des Glaubensfestes.

Unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ ist der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg mit einem feierlichen Abschlussgottesdienst zu Ende gegangen. Insgesamt zählte das Glaubensfest rund 74.000 Teilnehmende, die in den vergangenen Tagen am Programm des Katholikentags teilgenommen haben.

In seiner Predigt lenkte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, den Blick eindringlich auf die Krise im Sudan. Er sprach von der derzeit größten humanitären Katastrophe weltweit: „32 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, rund 12 Millionen sind auf der Flucht.“

„Hoffnung ist Gabe und Aufgabe“

Christinnen und Christen dürften angesichts weltweiter Krisen nicht wegschauen. Schließlich sei christliche Hoffnung keine passive Haltung, sondern ein Auftrag zum Handeln: „Hoffnung ist Gabe und Aufgabe. Wer hofft, handelt. Auch wenn der Erfolg ungewiss ist. – Wer hofft, steht auf, geht los und macht den nächsten Schritt. Wir Christen glauben an einen Gott, der diese Welt geschaffen hat. Und deshalb glauben wir: Diese Welt ist uns anvertraut.“

Zum Abschluss ermutigte der Bischof die Gläubigen, sich nicht von Angst oder Ohnmacht lähmen zu lassen: „Christsein heißt: sich nicht einschüchtern zu lassen. Gott schenkt uns die Kraft, Geduld und Ausdauer. Also wartet nicht. Zögert nicht. Schaut hin. Packt an. Geht los. Habt Mut, steht auf!“

Appell für Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit

Auch die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, verband den Katholikentag mit einem Appell für gesellschaftliches Engagement: „Gemeinsam stehen wir auf für die Demokratie, für Frieden und für die Gerechtigkeit. Lassen Sie uns genau dies mitnehmen für die Herausforderungen unserer Zeit.“

Damit wurde beim Abschluss in Würzburg deutlich: Der Katholikentag ist neben gemeinsamen Gottesdiensten, Gebet und Begegnung auch ein Forum für gesellschaftliche Verantwortung, Dialog und die gemeinsame Suche nach Antworten auf die Fragen der Zeit.

Staffelstab geht nach Paderborn

Mit der Einladung zum nächsten Katholikentag wurde in Würzburg zugleich der Staffelstab nach Paderborn weitergegeben. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz sagte: „Würzburg waren wunderbare Tage, Düsseldorf werden sehr schöne Tage werden und jetzt freue ich mich und wir freuen uns, dass wir hier schon einladen dürfen, zum 105. Deutschen Katholikentag, den wir Ende Mai 2028 im wunderschönen Paderborn begehen – der Stadt an den Quellen.“

Mit Blick auf die besondere Bedeutung für Stadt und Region ergänzte Bentz: „Es ist tatsächlich das aller erste Mal, dass ein Katholikentag in unserer Stadt und in unserer Region stattfinden wird. Also ist es höchste Zeit dafür! Und unser Erzbistum freut sich darauf und ist geprägt von einer Atmosphäre, in der Kirche, Politik und Gesellschaft in einer guten und besonderen Weise auch zusammenwirken und das Wir gestalten.

Kirche, Kirmes, Kultur, Katholikentag

Die Vorsitzende des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn, Nadine Mersch, verwies auf die besondere Prägung der Stadt: „Paderborn hat Ihnen ganz westfälisch sehr viel zu bieten. Im Sommer zum Beispiel leben wir beim weithin bekannten Liborifest seit jeher die drei ‚Ks‘: Kirche, Kirmes und Kultur. Wir sind also bestens vorbereitet auf das vierte K, den Katholikentag.“

Sie betonte außerdem: „Wir freuen uns auf diese besonderen Tage der Begegnung, auf das Gebet und die inhaltlichen Debatten in Paderborn.“

Die gemeinsame Einladung von Nadine Mersch und Erzbischof Bentz steht: „Seien Sie uns herzlich willkommen in unserem Erzbistum, in der wunderschönen Stadt Paderborn, gastfreundschaftlich eine Stadt an den Quellen.“

 

Paderborn bereitet sich auf 2028 vor

Für das Erzbistum Paderorn ist die Ausrichtung des Katholikentags eine große Ehre und zugleich eine besondere Verantwortung. Als gastgebendes Erzbistum will Paderborn die Vorbereitungen gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken engagiert mitgestalten. Ziel ist es, den Katholikentag 2028 zu einem Glaubensfest zu machen, das Menschen verbindet, Hoffnung stärkt und Raum für Begegnung eröffnet.

Erzbischof Bentz betonte die Stärke des Miteinanders in der Region: „Seit meiner Ankunft im Erzbistum habe ich eine Atmosphäre erlebt, in der Kirche, Politik und Gesellschaft in beeindruckender Weise zum Wohl der Region – und weit darüber hinaus – zusammenwirken. Dieses gelebte Miteinander hat mich von Anfang an begeistert – und ich durfte hier eine Gastfreundschaft und Offenheit erfahren, die von Herzen kommt. Ich habe die Gegend und die Menschen wirklich lieben gelernt. Genau dieses offene, einladende Miteinander wünsche ich mir auch für alle Gäste und Teilnehmenden des Katholikentags.“

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Anna Lena Drees
Team Redaktion

Anna Lena Drees

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© Anna Lena Drees / Erzbistum Paderborn

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