Unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ ist der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg mit einem feierlichen Abschlussgottesdienst zu Ende gegangen. Insgesamt zählte das Glaubensfest rund 74.000 Teilnehmende, die in den vergangenen Tagen am Programm des Katholikentags teilgenommen haben.
In seiner Predigt lenkte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, den Blick eindringlich auf die Krise im Sudan. Er sprach von der derzeit größten humanitären Katastrophe weltweit: „32 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, rund 12 Millionen sind auf der Flucht.“
„Hoffnung ist Gabe und Aufgabe“
Christinnen und Christen dürften angesichts weltweiter Krisen nicht wegschauen. Schließlich sei christliche Hoffnung keine passive Haltung, sondern ein Auftrag zum Handeln: „Hoffnung ist Gabe und Aufgabe. Wer hofft, handelt. Auch wenn der Erfolg ungewiss ist. – Wer hofft, steht auf, geht los und macht den nächsten Schritt. Wir Christen glauben an einen Gott, der diese Welt geschaffen hat. Und deshalb glauben wir: Diese Welt ist uns anvertraut.“
Zum Abschluss ermutigte der Bischof die Gläubigen, sich nicht von Angst oder Ohnmacht lähmen zu lassen: „Christsein heißt: sich nicht einschüchtern zu lassen. Gott schenkt uns die Kraft, Geduld und Ausdauer. Also wartet nicht. Zögert nicht. Schaut hin. Packt an. Geht los. Habt Mut, steht auf!“