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© tomertu / Shutterstock.com
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Jüdisches Neujahrsfest Rosch haSchana

Bischof Bätzing: Aufruf zum Ende von Terror und Gewalt

Am kommenden Montag (22. September 2025) beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosch haSchana. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, übermittelt den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in einem Brief an den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, Segenswünsche: „Möge Gott Ihnen und ganz Israel im neuen Jahr Frieden schenken!“

In seinem Brief schreibt Bischof Bätzing angesichts des anhaltenden Dramas um die von der Hamas festgehaltenen Geiseln: „Der Wunsch nach Frieden bleibt auch in diesem Jahr, in dem sich nach wie vor israelische Geiseln in den Händen der Hamas befinden und sich die humanitäre Situation in Gaza zunehmend dramatisch entwickelt, von erschütternder Dringlichkeit. Angesichts dieser mich zutiefst bedrückenden Zustände hoffe und bete ich, dass die anhaltende Gewalt und der Terror bald enden.“ Gerade in diesen belastenden Zeiten sei es von besonderer Bedeutung, dass Christinnen und Christen und Jüdinnen und Juden eng beieinanderstehen.

Bischof Bätzing nimmt auch Bezug auf das 60-jährige Jubiläum der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils Nostra aetate. Dieses Dokument habe „durch die in ihr enthaltene Hinwendung zum Judentum ein neues Kapitel christlich-jüdischen Miteinanders eröffnet, das sich seither in Lehre und Praxis der katholischen Kirche fortgesetzt und echte Veränderung im Dialog unserer Glaubensgemeinschaften angestoßen hat. Dass dieser Dialog auch von jüdischer Seite nach den traumatischen Erfahrungen der Shoah und im Bewusstsein einer langen Geschichte des Antijudaismus wieder aufgenommen wurde, ist alles andere als selbstverständlich“, so Bischof Bätzing. Ein echter interreligiöser Dialog, wie ihn Nostra aetate anbahnen wollte, könne auch zukünftig nur dann gelingen, „wenn er auf Augenhöhe geschieht, das heißt, wenn er die Würde und Integrität des jeweils anderen anerkennt und die verbindenden Elemente unserer Traditionen bewusst in den Blick nimmt, ohne dabei Differenzen zu verwischen oder Unterschiede zu nivellieren“, so Bischof Bätzing.

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