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© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn

Geschützter Raum für Austausch und Aufarbeitung

Unabhängige Betroffenenvertretung im Erzbistum Paderborn erhält eigene Räumlichkeiten.

Die Unabhängige Betroffenenvertretung e. V. im Erzbistum Paderborn bezieht eigene Räumlichkeiten: An der Alten Synagoge 6, über den Geschäftsräumen der Consoldio GmbH, entstehen aktuell Arbeits- und Besprechungszimmer, die einen geschützten Raum für Betroffene von sexueller Gewalt in der Kirche bieten sollen. Stellvertretend für die Unabhängige Betroffenenvertretung hat deren Vorstandsvorsitzender Reinhold Harnisch jetzt die Schlüssel zu den Räumen entgegengenommen.

„Wir freuen uns über die Möglichkeit, unsere Arbeit in den neuen Räumlichkeiten verstetigen zu können“, sagte Reinhold Harnisch nach der Schlüsselübergabe. Zuvor hätten Gespräche mit anderen Betroffenen mangels Alternative gelegentlich an öffentlichen Orten wie Cafés stattgefunden. „Jetzt haben wir einen geschützten Ort, wo wir als Betroffenenvertretung mit anderen Betroffenen in Kontakt treten und vertrauliche Gespräche führen können“, unterstrich Reinhold Harnisch.

Räume, in denen Menschen sich öffnen können

Paderborns Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ist sich sicher: „Gute Arbeit braucht gute Rahmenbedingungen.“ Die neuen Räumlichkeiten der Betroffenenvertretung könnten mit ihrer Lage nahe dem Domplatz und doch an einem unabhängigen Ort ein gutes Verhältnis von Nähe und Distanz schaffen. „Es sollen Räume sein, in denen Menschen sich öffnen können“, betont Erzbischof Dr. Bentz.

Thomas Wendland ist als Interventionsbeauftragter des Erzbistums Paderborn dankbar für die Unterstützung, die die Erzdiözese durch die Bereitstellung der angemieteten Räume für die Betroffenenvertretung bietet. „Um eine konstruktive und dennoch unabhängige Zusammenarbeit zwischen der Interventionsstelle des Erzbistums und der Unabhängigen Betroffenenvertretung zu gewähren, wird die Betroffenenvertretung mit einer Personalstelle von 30 Prozent in den neuen Räumen unterstützt“, erklärte der Interventionsbeauftragte.

 

Die notwendigen Renovierungsarbeiten werden voraussichtlich bis Ende September andauern. Ab Oktober nimmt die Unabhängigen Betroffenenvertretung ihre Arbeit in den neuen Räumlichkeiten auf.

Unabhängige Betroffenenvertretung im Erzbistum Paderborn:

Von Betroffenen für Betroffene: Seit Februar 2022 gibt es im Erzbistum Paderborn eine Betroffenenvertretung, die sich als eingetragener Verein organisiert hat. Sie bietet einen Schutzraum, in dem Sie sich mit anderen, ebenfalls von sexuellem Missbrauch in der Kirche betroffenen Personen austauschen und sich organisieren können. Die Betroffenenvertretung ist unabhängig und selbstverwaltet. Sie schenkt Ihnen Gehör und verleiht Ihrem Anliegen eine Stimme.

Das Erzbistum Paderborn unterstützt die Betroffenenvertretung in ihrer Arbeit auf umfängliche Weise. Der Sprecher der Betroffenenvertretung, Reinhold Harnisch, ist zudem Mitglied in der Unabhängigen Aufarbeitungskommission im Erzbistum Paderborn.

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Isabella Maria Struck
Referentin Team Presse

Isabella Maria Struck

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