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© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn
© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn

Ein Zeichen der Hoffnung, Dankbarkeit und Heimatverbundenheit

Weihbischof Josef Holtkotte weiht wiedererrichtetes Bannenberg-Kreuz in Bellersen

Mit einer feierlichen Kreuzweihe fand am Sonntag, 31. Mai 2026, die Wiedererrichtung des historischen Bannenberg-Kreuzes auf dem Heiligenland in Bellersen ihren würdigen Abschluss. Dahinter steht eine bewegende und Mut machende Krankheitsgeschichte mit einer Rückkehr ins Leben. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger von Bellersen – dem Dorfe B. aus Annette von Droste-Hülshoffs „Judenbuche“ – waren der Einladung von Uwe Slabke und der Kirchengemeinde gefolgt, um gemeinsam die Segnung des neu errichteten Kreuzes zu feiern.

„Anker für existenzielle Herausforderungen“

Den Mittelpunkt der Veranstaltung bildete die feierliche Weihe durch Weihbischof Josef Holtkotte aus Paderborn. In seiner Ansprache erläuterte er die Bedeutung des Kreuzes. Es stehe für den Tod Jesu, aber auch für seine Auferstehung: „Es ist Zeichen für Trauer, Leid, Schmerz und Tod, aber auch für Hoffnung, Zuversicht, Mut und Leben.“

Weihbischof Holtkotte deutete das Kreuz als „Anker für persönliche Lebensfragen und existenzielle Herausforderungen des Menschen“. Zugleich würdigte der Paderborner Weihbischof die bewegende Geschichte hinter der Wiedererrichtung des Bannenberg-Kreuzes und das außergewöhnliche Engagement seines Stifters Uwe Slabke.

© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn
Uwe Slabke hat nach einer schweren Erkrankung ins Leben zurückgefunden – seine Dankbarkeit hat er am wiedererrichten Bannenberg-Kreuz zum Ausdruck bringen lassen.

Persönliches Zeichen der Dankbarkeit

Uwe Slabke hatte die Initiative ergriffen, nachdem das ursprüngliche Kreuz, das seit 1938 an das Schicksal des im Ersten Weltkrieg gefallenen Meinolf Bannenberg erinnerte, im Jahr 2024 durch Alter und Witterungseinflüsse zerstört worden war. Slabke hat familiäre Bezüge zum Bannenberg-Kreuz. Für ihn, der selbst nach einer schweren Erkrankung und einer langen Phase der Rehabilitation ins Leben zurückgefunden hat, wurde die Wiedererrichtung des Kreuzes zu einem persönlichen Zeichen der Dankbarkeit und Zuversicht. Er schilderte in bewegenden Worten den langen und schwierigen Weg seiner Genesung. Neben seiner Familie widmete er insbesondere der schweren täglichen Arbeit der vielen Pflegerinnen und Pfleger seinen großen Dank und seine Anerkennung.

Begleitet wurde die feierliche Kreuzweihe durch die Mitwirkung zahlreicher örtlicher Vereine und Gruppen. Der Heimat- und Verkehrsverein Bellersen, die freiwillige Feuerwehr, der Kirchenvorstand sowie der St. Sebastian-Schützenverein trugen maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung bei und verdeutlichten den starken Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft. Einen besonderen Höhepunkt setzte der gemischte Chor Concordia Bellersen.

Große Heimatverbundenheit

Nach Abschluss der Weihe musste die Festgemeinde witterungsbedingt kurzfristig vom Kreuzstandort in die Bellerser Dorfscheune umziehen. Dies tat der besonderen Atmosphäre jedoch keinen Abbruch – im Gegenteil: Die bis auf den letzten Platz gefüllte Scheune bot einen guten Rahmen für eine Feier, die von Dankbarkeit, Gemeinschaft und großer Verbundenheit mit der Heimat geprägt war. Auch Weihbischof Josef Holtkotte nutzte die Gelegenheit, mit zahlreichen Bellerser Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

An der Feier nahmen auch der Bürgermeister der Stadt Brakel, Alexander Kleinschmidt, Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka sowie der Vorsitzende des örtlichen Bezirksausschusses, Maximilian Gienger, teil.

In den Gesprächen wurde die tiefere Bedeutung des Projekts für die Heimatpflege, den Erhalt der regionalen Kulturlandschaft und das Gedenken an die bewegende Geschichte von Uwe Slabke deutlich. Die Wiedererrichtung des Bannenberg-Kreuzes geht dabei weit über die reine Restaurierung eines Denkmals hinaus: Es steht heute als Symbol für die Geschichte der Familie Bannenberg, den Erhalt christlicher Werte und die persönliche Lebensgeschichte seines Initiators.

Symbol der Hoffnung

Mit der feierlichen Weihe ist das Bannenberg-Kreuz nun offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Es steht künftig wieder sichtbar über Bellersen – als Ort der Besinnung, als Zeugnis der Heimatgeschichte und als Symbol für Hoffnung, Dankbarkeit und Zuversicht.

Der Stifter Uwe Slabke dankte allen Helferinnen und Helfern, Vereinen, Unterstützern und Mitwirkenden, die zum Gelingen der Kreuzweihe beigetragen haben. Die große Resonanz und die zahlreiche Teilnahme zeigten eindrucksvoll, welchen Stellenwert das Bannenberg-Kreuz und die mit ihm verbundene Geschichte für die Menschen in Bellersen besitzen.

Text: Frederik Köhler

 

Auf der Homepage des Erzbistums Paderborn erzählt Uwe Slabke seine persönliche Glaubensgeschichte, die dazu geführt hat, das Kreuz in Bellersen neu zu errichten.

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