Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz besuchte jetzt gemeinsam mit seinen Generalvikaren Monsignore Dr. Michael Bredeck und Prälat Thomas Dornseifer das Salvator Kolleg in Hövelhof. Träger der Einrichtung ist die Jugendhilfe im Erzbistum Paderborn gGmbH. Der Besuch erfolgte im Rahmen des fortlaufenden Dialogs mit der Jugendhilfe im Erzbistum Paderborn, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven in der Jugendhilfe zu erörtern.
Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Jugendhilfe im Erzbistum Paderborn gGmbH, Elmar Schäfer, stellte Martin Konz als Einrichtungsleiter des Salvator Kollegs das Profil der Einrichtung vor. Das Salvator Kolleg ist durch einen intensiven, bedarfsgerechten pädagogischen Ansatz geprägt, der durch umfassende ergänzende Therapie- und Förderangebote unterstützt wird. Die Einrichtung ermöglicht den Jungen und jungen Männer, eine Berufsausbildung zu absolvieren und die ebenfalls auf dem Gelände ansässige Schule zu besuchen.
Integrationserfolge mit jungen Geflüchteten
Der pädagogische Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen bildete einen Gesprächsschwerpunkt. Einrichtungsleiter Martin Konz erläuterte die vielfältigen Herausforderungen, die mit der Betreuung von Jugendlichen einhergehen, etwa grenzverletzendes Verhalten, Gewalt, Drogenkonsum und der Umgang mit digitalen Medien. Konz betonte, dass es oft um komplexe Macht- und Ohnmachtsverhältnisse gehe, die die Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen prägten.
Ein weiterer inhaltlicher Fokus des Austausches lag auf der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMA), die im Salvator Kolleg derzeit einen großen Anteil an den betreuten Jugendlichen ausmachen. Besonders betont wurde die traumasensible Begleitung, die diesen jungen Menschen zugutekommt. Philipp Neerforth, pädagogischer Leiter, verwies auf die therapeutischen Wohngruppen der Einrichtung sowie auf das Team von acht Fachtherapeuten, die den Jugendlichen eine intensive und individuelle Unterstützung bieten.