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© Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
© Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

Unternehmerin Christiane Underberg mit Wilhelm-Weber-Preis ausgezeichnet

Ehrung für besondere Verdienste um die Praxis der Christlichen Gesellschaftslehre in der Kommende Dortmund verliehen

Trägerin des Wilhelm-Weber-Preises 2023 für Verdienste um die Christliche Gesellschaftslehre ist die Unternehmerin Christiane Underberg. Der Preis wurde am 9. Dezember in einem Festakt in der Kommende Dortmund verliehen. Die Laudatio auf Christiane Underberg hielt der frühere Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Dr. hc. Peter Harry Carstensen. Glückwünsche überbrachte Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei. Außerdem übermittelte der Direktor des Sozialinstituts Kommende Dortmund, Prälat Dr. Peter Klasvogt, die Glückwünsche von Monsignore Dr. Michael Bredeck, Diözesanadministrator des Erzbistums Paderborn, der aufgrund der zeitgleich erfolgten Bekanntgabe der Ernennung des neuen Erzbischofs von Paderborn nicht am Festakt teilnahm.

Ausgezeichnet wird Christiane Underberg für ihr Lebenswerk als sozial und nachhaltig engagierte Unternehmerin und für ihren Einsatz zugunsten einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft in zahlreichen Ehrenämtern. Das Wirken Christiane Underbergs sei von einer christlichen Grundüberzeugung vor dem Hintergrund sozialethischer Werte getragen, führte Prof. Dr. Markus Kiefer, Vertreter der Familie des Stiftungsgründers aus.

Christliche Werte

In diesem Zusammenhang betonte Prälat Dr. Peter Klasvogt: „Christliche Werte mit dem Fokus auf Mensch und Familie sind Ihnen persönlich wichtig. Bereits in der Urfassung der Leitlinien für Ihr Unternehmen aus dem Jahr 1991 stand die christliche Weltanschauung im Mittelpunkt.“ So sei es kein Geheimnis, dass die streng gehütete Rezeptur des „semper idem“ – „immer gleichen“ Kräuter-Tranks nicht nur von den Familienmitgliedern, sondern auch von vertrauenswürdigen Kirchenleuten bewahrt werde.

Dr. Peter Harry Carstensen wies in seiner ausführlichen Laudatio darauf hin, dass die Preisträgerin den Begriff „enkelfähig“ geprägt habe, lange bevor andere von „Nachhaltigkeit“ sprachen. Gemeint sei damit ein Handeln in der Verantwortung für künftige Generationen.

Verschiedene Generationen, inklusive Urenkel, aus ihrer eigenen Familie nahmen an dem Festakt in der Kommende  teil. Christiane Underberg ist seit 1962 mit dem Unternehmer Emil Underberg verheiratet. Zusammen haben sie vier gemeinsame Kinder und dazu zwei adoptierte Kinder.

Familienunternehmerin

„Das Menschliche ist entscheidend, wesentlich! Der Mensch geht vor Struktur.“ Dieses Leitmotiv von Christiane Underberg präge ihr privates, unternehmerisches und gesellschaftliches Handeln, betonte Peter Harry Carstensen. Ausdrücklich hervorgehoben wurde bei der Preisverleihung das Vorbild von Christiane Underberg als Familienunternehmerin. Ihr persönliches Engagement für die Mitarbeitenden finde Ausdruck in einer gelebten Unternehmens- und Führungskultur, die den Mitarbeitenden ein optimales Arbeitsumfeld für ihren beruflichen Einsatz schafft. Gewürdigt wurde ebenso ihr lebenslanges Eintreten für die Anerkennung der Leistungen von Frauen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Christiane Underberg hat als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Semper idem Underberg AG Rheinberg, als Mitglied im Verwaltungsrat der Schweizer Obergesellschaft Underberg AG und als Beirätin in der Eigentümergesellschaft Underberg GmbH & Co. KG jahrzehntelang den Kurs der Firma mitbestimmt. Im Jahr 2004 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland, 2009 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Als Kind war sie mit ihrer Familie nach Dortmund geflüchtet und begann in den Jahren 1959 bis 1962 mit der Ausbildung zur Sozialarbeiterin an der Anna-Zilken-Schule, Dortmund, damals in privater, katholischer Trägerschaft.

Wilhelm-Weber-Preis

Im Jahr 2021 hat das Sozialinstitut Kommende Dortmund die Trägerschaft des Wilhelm-Weber-Preises übernommen. Vorsitzender des unabhängigen Kuratoriums zur Vergabe des Preises ist der Direktor des Sozialinstituts, Prälat Dr. Peter Klasvogt. Der Preis erinnert an den Theologen und Sozialwissenschaftler Professor Dr. Wilhelm Weber, langjähriger Inhaber des traditionsreichen Lehrstuhls für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster.

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