Trotz langer Erfahrung im Krankenhausdienst ist es für Ulrike Heinzen anfangs „ein kleiner Kampf“, sich als dreifache Mutter auf eine Stelle im hospizlichen Bereich zu bewerben. Größer könnte der Unterschied nicht sein: Nach Feierabend kümmert sie sich um ihre Familie, erlebt die Freuden und Herausforderungen als Elternteil. Ihr jüngstes Kind ist damals erst drei Jahre alt, das Zeitmanagement erfordert viel Kraft. Tagsüber arbeitet Heinzen beständig daran, Menschen ein gutes Lebensende zu schenken – als Koordinatorin beim Ambulanten Hospizdienst Tobit. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Helga Renneke, die seit einem Jahr den gleichen Dienst ausübt, spricht sie über die Besonderheiten des wenig bekannten Berufs.
Das Büro der beiden liegt im zweiten Stock eines modernen Gebäudes in der Paderborner Grünebaumstraße. Ein buntes Werbesegel weist Interessierten den Weg in einem ansonsten funktional wirkenden Flur. Das Büro ist recht klein, aber gemütlich eingerichtet. Wenig deutet auf das Tätigkeitsfeld der beiden Frauen hin: Sie sind Ansprechpartnerinnen bei allen Fragen rund um die hospizliche Betreuung von Menschen in der letzten Lebensphase.
