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7 Wochen lang Zeit nehmen fürs WIR in Familie und Partnerschaft

Alltag, Stress - kaum Zeit für ein Auge oder ein Wort untereinander. Wenn die Tage so ablaufen, ist es höchste Zeit für ein „Wir“ und sei es nur kurz. Ein Gebet, ein Spiel, ein Lied: Impulse wie diese gibt die Aktion "7 Wochen" ab dem 20. Februar. Jetzt schnell anmelden.

Die Anmeldung für das inzwischen etablierte „7 Wochen“ gelingt über einen Link in weniger als einer Minute. Name, E-Mail-Adresse und das jeweilige Heimatbistum angeben und schon erhält man immer freitags sieben Wochen lang eine Mail. Und: Es ist möglich, sich über die gesamte Fastenzeit anzumelden, sollte dies jemand über die Karnevalstage versäumen.

In diesem Jahr lautet das Motto der Aktion „7 Wochen WERTvoll“.  Gott kann tragen und trägt, wenn wir aufmerksam sind. Auch in Familie und Beziehung und gerade im wuseligen Alltag. Die Kinder kommen wieder nicht weg von den sozialen Medien? Wir fühlen uns vom Partner nicht gesehen? Innehalten, einen der Briefe öffnen, Halt finden. Das ist die Idee von „7 Wochen“, das die Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e. V. (AKF) gemeinsam mit beteiligten Bistümern in Deutschland – so auch dem Erzbistum Paderborn – umsetzt.

Zugreifen, wenn es gerade passt

„Nehmen Sie sich den Impuls dann, wenn es gerade passt“, sagt Julia Makhardt, Fachreferentin in der Abteilung „Pastoral in verschiedenen Lebensbereichen“, zu der auch die Paar-, Ehe- und Familienpastoral gehört. Sich einfach zu nehmen, was gebraucht wird und genau dann, wenn es dran ist: Genau das sei das Schöne an der Aktion. „Man muss nicht runterlesen. Es reicht nur ein Moment, eine Aktion im Kopf, jetzt passt es und dann kann man einfach den Brief zum Beispiel im Handy aufrufen.“

Fünf Minuten Zeit zum Scrollen durch die E-Mails, ein „Ah, der neue Brief ist da“ und schon ist der richtige Moment automatisch gekommen. Und dann öffnet sich nach einer kurzen Einleitung Link für Link ein bunter Strauß an Angeboten. Ideen für gemeinsame Aktivitäten, kleine Meditationen und Gebete sowie Gottesdienstvorlagen. Dazu gibt es jeweils passende Musik- bzw. Videotipps. Alles kann, nichts muss.

Wertvolle Impulse für immer erhalten im Archiv

Der erste Brief kommt  am Freitag, 20. Februar – an alle, die angemeldet sind. Wer nicht so lange warten will, kann ins vergangene Jahr reinschnuppern, denn alle Briefe seit 2022 finden sich über diesen Link: 7-Wochen-Archiv

Öffnen wir zum Beispiel Brief und Impuls 1 der Aktion aus dem vergangenen Jahr (Motto: „7 Wochen Ja sagen“).  Redakteurin Juliane fragt: „Was macht uns als Familie aus?“ Aus ihren Erfahrungen antwortet sie: „Der Geruch, der uns so vertraut ist, der Zuhause bedeutet, gehört dazu. Unsere Temperamente und Eigenheiten, der Klang unseres gemeinsamen Lachens. Die Art, wie wir uns morgens voneinander verabschieden. Und die Art, wie wir Gäste empfangen. Die Spiele, die wir immer wieder spielen, und die Diskussionen, die wir immer wieder führen. Die kleinen und großen Rituale am Tag und im Jahr, die wir zusammen pflegen. All das (und noch viel mehr) sind wir.“

Eine Initiative von Bistümern in Deutschland und der AKF

  • Die Fastenzeitaktion „7 Wochen WERTvoll“ wird durch die beteiligten (Erz-)Bistümer und die Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e. V. (AKF) finanziert und umgesetzt.
  • Ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Ehe- und Familienreferaten der deutschen Bistümer und der Redaktion der AKF-Elternbriefe du+wir hat die Texte erstellt.
  • Ursprünglich entstand die 7-Wochen-Aktion für Paare im Erzbistum Köln, die Variante für Familien im Bistum Augsburg.
  • Weitere Infos: www.7wochenaktion.de

Fastenzeit als Chance, sich von Gott neu ansprechen zu lassen

Ein kurzer Text wie dieser kann schon anregen, neu auf die Lieben zu schauen. Wer mehr möchte, kann weitermachen, und zum Beispiel mit der Seite www.ogy.de/familienweg_wir entdecken, wie die eigene Familie gestrickt ist. Es kann auch guttun, ein Video – in diesem Fall „Auf uns“ von Andreas Bourani – zu schauen und ein Gebet zu sprechen. Dazu, dass Gott immer an der Seite der Familie ist.

Wer noch mehr will, findet einen Bettkantenimpuls.  Im ersten Brief 2025 war das der gegenseitige Segen „Schlaf‘ gut ein und träume schön, bis wir uns morgen wiedersehn“– ein seelenwärmendes Ritual, bei dem weitere Worte unnötig sind.

„Wir wünschen uns, dass viele Paare und Familien in den Fastenbriefen eine Quelle der Ermutigung und Freude finden, die sie in ihrem Alltag stärkt und trägt“, sagt Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz. „Es ist gut, wenn es Zeiten gibt, die Aus-Zeiten vom Alltag sind. Gerade die Fastenzeit ist eine Chance, nach innen zu hören und sich von Gott neu ansprechen zu lassen. Deshalb laden wir Paare, Familien, aber auch alle darüber hinaus Interessierten ein, die Fastenaktion zu entdecken.“ Es ist eine Einladung zu mehr Miteinander.

Wenn die rosarote Brille drückt

Für Paare gab es im ersten Brief des Jahres 2025 einen Impuls dazu, wie rosarote Brillen aus der ersten Phase der Verliebtheit später auch drücken können. Ein Gemeindereferent aus dem Erzbistum Köln ist Autor dieses Briefes und er schreibt: „Mein ,Ja‘ spreche ich in einer bestimmten Situation zu diesem Menschen, den ich liebe, so wie ich ihn oder sie jetzt wahrnehme. Es tut gut, genauso angenommen und geliebt zu werden. (…)“

Jedoch: „Diesen Moment kann ich nicht einfrieren. Jeder Mensch entwickelt sich, verändert sich im Laufe des Lebens. Ebenso verändert sich meine Wahrnehmung, manchmal zum Positiven: ‚Deine Gründlichkeit, die ich am Anfang doof fand, erlebe ich jetzt als Zuverlässigkeit.‘ Es kann aber sein, dass mir die zuvor als einfach nur schrullig wahrgenommene Eigenschaft jetzt auf die Nerven geht. Das Lachen, das mir so fröhlich vorkam, ist jetzt viel zu laut, die liebenswerte Genauigkeit wird als Perfektionismus erlebt, die nervt… und dann? Muss ich jetzt an meinem Ja kleben bleiben, ich habe doch jemand ganz anderen gemeint?“ (…) Zu meinem Ja kann ich stehen, weil es auch eine Entscheidung ist, sich gemeinsam zu entwickeln. Dabei sind Veränderungen eingeschlossen. (…) Auch eine in meinen Augen negative Eigenschaft macht nie den ganzen Menschen aus, sondern ist nur Teil von ihm. Die Liebe lebt mit der Unvollkommenheit und bleibt offen für Überraschungen!“

„Die Briefe sind toll, um eine andere Sichtweise zu bekommen“, sagt Julia Makhardt. Im nächsten Jahr, das darf schon verraten werden, ist sie mit als Autorin aus dem Erzbistum Paderborn im Redaktionsteam dabei.

© PeopleImages.com - Yuri A / Shutterstock.com
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Bibelzitat und Gebet aus dem ersten Brief an Familien im Jahr 2025

AUS DER BIBEL
Ob ich sitze oder stehe, du kennst es.
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen,
hast auf mich deine Hand gelegt.
Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin.
Ich weiß es genau:
Wunderbar sind deine Werke.

(nach Psalm 139)

 

GEBET
Guter Gott,
du kennst uns.
Ob wir laut sind oder leise,
ob wir spielen oder staunen,
ob wir fragen oder erklären.
Dafür danken wir dir.
Behüte uns, wenn wir nun schlafen gehen.
Amen

 

© Ground Picture / Shutterstock.com
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Bibelzitat und Gebet aus dem ersten Brief an Paare im Jahr 2025

AUS DER BIBEL
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.

1 Korinther 13,4-7

 

GEBET
Liebender Gott,
du hast uns mit all unseren großen und kleinen Eigenheiten geschaffen.
Weil es uns manchmal schwerfällt, diese Besonderheiten bei anderen anzunehmen, bitten wir dich:
Wie auch Du uns dein bedingungsloses JA gegeben hast,
so lass auch die Liebe unter uns Menschen alle Eigenheiten überschatten.
Mit deiner Hilfe wollen wir lernen, einander anzunehmen, wie wir sind,
mit allen Ecken und Kanten,
während wir uns gegenseitig stets neu kennenlernen und die Liebe untereinander weiterwachsen lassen.

Sandra Klotz,
Ehe- und Familienseelsorge,
Bistum Augsburg

Ein Beitrag von:
Sonja Funke
Redakteurin

Sonja Funke

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