Tausende katholische Gläubige und Wegbegleiter haben die traditionelle Wallfahrt des Bistums Magdeburg am Sonntag, dem 7. September 2025, auf dem Gelände der Huysburg unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ gefeiert. Zahlreiche internationale Gäste waren dabei, unter anderem aus den Partnerbistümern in Polen und Litauen. Aus dem Partnerbistum Paderborn war Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz angereist, auch der evangelische Landesbischof Friedrich Kramer und der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Karsten Wolkenhauer nahmen teil.
In seiner Predigt sprach Bischof Dr. Gerhard Feige darüber, was die „Pilger der Hoffnung“ ausmache – unter diesem Motto steht auch das aktuelle Heilige Jahr in Rom. „Pilger der Hoffnung lieben die Freiheit und demokratische Verhältnisse, gestalten sie engagiert mit und sehnen sich nicht danach, durch einen starken Staat oder autoritäre Machthaber gegängelt oder handzahm gemacht zu werden.“ Darum wählten Pilger der Hoffnung, wenn sie dazu aufgerufen seien, auch nicht aus dem Bauch heraus „ins Blaue hinein“, sondern folgten dabei ihrem Gewissen und seien sich ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen für das Gemeinwohl, für Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sowie für ein respektvolles Miteinander und die einzigartige Würde aller bewusst.
„Danke für diese Erfahrung.“
Der Paderborner Erzbischof Dr. Bentz war zum ersten Mal Gast der Bistumswallfahrt und bedankte sich bei Bischof Feige für die mutige und ermutigende Predigt. Bentz lobte die fröhliche Stimmung auf der Huysburg, die mit einem Pfarrfest vergleichbar sei. „Es ist wirklich ein Zeichen der Hoffnung, wenn so viele Menschen hier zusammenkommen“, sagte er. „Danke für diese Erfahrung.“ Zudem betonte er die historisch gewachsene Partnerschaft zwischen Magdeburg und Paderborn. Gemeinsam und miteinander sollten die Christen als Salz der Gesellschaft unterwegs sein, so Bischof Bentz.
Seit den 1950er Jahren gibt es im Bistum Magdeburg die Tradition der jährlichen Wallfahrt auf die Huysburg. Das Bistum Magdeburg liegt größtenteils auf dem Gebiet des Landes Sachsen-Anhalt und kleinen Teilen Sachsens und Brandenburgs. In Sachsen-Anhalt leben 3 Prozent katholische Christen.