Am vergangenen Wochenende erstreckte sich die Fahrradsegnung VELO Maria in Werl bewusst über den gesamten Tag. „Es war sehr schön“, sagt Wallfahrtseelsorger Stephan Mockenhaupt. „Wir machen den Erfolg nie an Zahlen fest. Wer da ist, ist da. Wir sprechen erstmal Zielgruppen an und jede beziehungsweisejeder ordnet sich zu, wo sie jeweils Segen benötigen.“ Der Pastor spürt eine Segensbedürftigkeit der Menschen, auch Nichtgläubige sind empfänglich. „Ich glaube, im Innersten des Menschen gibt es häufig doch deutlich mehr Verbindung zu Gott als sich jeder eingesteht.“ Eine Sehnsucht nach Begleitung und Schutz sei in uns Menschen grundangelegt. Der lateinische Begriff für das Segnen „benedicere“ drücke dies gut aus, denn dies bedeute wörtlich übersetzt „Gutes sagen, Gutes wünschen“. „Hierin liegt ja schon die Zusage Gottes zu seinem geliebten Menschen.“ Mit dem Segen, so stellt Pastor Mockenhaupt fest, erreiche er gerade in der heutigen Zeit auch Menschen, die Gott eher fernstehen. „Sie spüren, alleine geht es doch nicht immer, ich bin auch auf Schutz angewiesen, gerade im Straßenverkehr. Deswegen kommen sie auch gern mit ihren Fahrzeugen.“
Im Hochamt wurden die Segensplaketten der Pilger gesegnet, auf dem Kreuzwegplatz neben der Wallfahrtsbasilika dann erhielt, wer gern wollte, die Plakette und einen Segen für sich selbst. Alle Plaketten tragen in der Regel das jeweilige Wallfahrtsleitwort. „Das nehmen die Menschen gut an!“, sagt Pastor Mockenhaupt. Die Pilgerinnen und Pilger radeln aus Fröndenberg, Menden, Unna, aus Soest nach Werl. Und immer kommen einige auch zufällig vorbei, nehmen den Segen mit.