„Offen zu sein für Menschen in Krisensituationen ist zentrales Anliegen der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Erzbistum Paderborn. Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt“, betont Niels Christensen. „Als EFL sind wir den Menschen in ihren Sorgen und Ängsten nahe und begleiten in Konflikt- und Krisensituationen, um gemeinsam neue Wege zu betreten, erklärt Christensen stellvertretend für die 60 Mitarbeitenden, die im Erzbistum Paderborn in 22 Beratungsstellen – von Herne bis Höxter und von Bad Oeynhausen bis Siegen – für Ratsuchende ansprechbar sind.
Gesellschaftliche Bedeutung der EFL
Die Arbeit der Ehe-, Familien- und Lebensberatung habe eine hohe gesellschaftliche Bedeutung und wirke sich in zahlreichen Bereichen aus: „Schwierige und nicht zusammenwirkende Familiensysteme und Scheidungen führen nachweislich zu einer Belastung der Gesundheit, der Arbeitssituation, der Wohnungssituation, der finanziellen und sozialen Situation der Betroffenen“, erklärt Berater Niels Christensen. Die Nachfrage nach Beratung sei in den letzten Jahren gestiegen, was sich in langen Wartezeiten ausdrücke, erläutert der Leiter der EFL-Beratung im Erzbistum Paderborn. Es gebe Beratungsstellen, bei denen Ratsuchende bis zu neun Monate auf eine Beratung warten müssten. Der Bedarf zeige sich auch an einer Zahl, die nicht im Jahresbericht 2024 steht, erläutert Berater Niels Christensen: „1.200 Personen warten zurzeit auf einen ersten Termin – und das bei Vollbelegung der Terminkalender der Kolleginnen und Kollegen.“ Dabei werde immer versucht, Familien in akuten Krisen zeitnah einen ersten Fachkontakt anzubieten.